Ukraine
«Komm Putin»: Demonstranten stürmen Regierungsgebäude

Pro-russische Demonstranten haben am Montag das Gebäude der Regionalregierung in der ostukrainischen Stadt Donezk teilweise besetzt. Sie drangen in die erste Etage des elfstöckigen Gebäudes vor.

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Pro-russische Demonstranten dringen auf das Gelände des Regierungsgebäude in Domezk ein.

Pro-russische Demonstranten dringen auf das Gelände des Regierungsgebäude in Domezk ein.

Den Demonstranten gelang es, über einen Nebeneingang in das Haus zu gelangen. Da die Aufzüge nicht funktionierten und die Türen nach oben blockiert waren, konnten sie zunächst nicht in die oberen Stockwerke gelangen. Auf dem Gebäude weht bereits seit drei Tagen eine russische Flagge.

Schweizer Ringer nicht auf der Krim

Die politische Krise in der Ukraine betrifft auch die Schweizer Greco-Ringer. Sie mussten das auf der Halbinsel Krim geplante Trainingslager verlegen. Nun bereiten sich Jonas Bossert (Willisau) und Damian Dietsche (Kriessern) mit Nationaltrainer Andrej Maltsew in Armenien auf die Europameisterschaften von Anfang April in Helsinki vor.

Hunderte vor dem Regierungsgebäude versammelte Demonstranten schwenkten russische Fahnen und riefen "Putin komm". Der Anführer der Proteste verlangte, das Parlament in Kiew für unrechtmässig zu erklären und einen pro-russischen Gouverneur für Donezk zu ernennen. Diesem sollten alle Sicherheitskräfte unterstellt werden. Donezk ist die Heimatstadt des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch.

In vielen Städten im Osten und im Süden der Ukraine kommt es seit Samstag zu pro-russischen Kundgebungen. Die Regierung in Moskau hat mit einer Militärintervention gedroht, um die russischstämmige Bevölkerung zu schützen. An der Grenze zur Halbinsel Krim zog das russische Militär Kräfte zusammen.