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KOMMENTAR: Hamas bleiben auf der Terrorliste: Weises Urteil

Kommentar der LZ-Nahost-Korrespondentin Susanne Knaul zu den Hamas.
Susanne Knaul, Jerusalem
Susanne Knaul, Jerusalem (Bild: PD)

Susanne Knaul, Jerusalem (Bild: PD)

Bisweilen treiben es die Juristen mit ihren bürokratischen Spitzfindigkeiten einfach zu weit. Aus Verfahrensgründen die Hamas von der Liste der Terrororganisationen streichen zu wollen, muss jedem, der die Jahre der zweiten Intifada zwischen 2001 und 2004 in Israel erlebt hat oder der damals auch nur sporadisch die Nachrichten aus dem Heiligen Land verfolgte, wie ein schlechter Scherz erscheinen. Völlig richtig war die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs, die islamistische Palästinenserbewegung als Terrororganisation zu klassifizieren.

Der Hamas klebt das Blut Hunderter unschuldiger Menschen an den Händen. Der gezielte Angriff auf Kinder, die in einem Tel Aviver Einkaufszentrum ahnungslos Fasnacht feierten, ist aus Perspektive der Islamisten kein Terror, sondern legitimer Widerstand gegen die zionistischen Besatzer. Erst am letzten Freitag pries die Hamas den jungen Palästinenser als Helden, der sich in die Wohnung einer am Abendtisch sitzenden Familie schlich und dort binnen Sekunden ein schreckliches Blutbad anrichtete. Wer Geld an die Führung in Gaza schickt, finanziert damit Raketen und geheime Tunnel, die die Hamas baut, um Terrorkommandos nach Israel zu schleusen.

Auch an den eigenen Lands­leuten vergreifen sich die palästinensischen Islamisten. Politischen Widersachern drohen unter ihrem strengen Regime Gefängnis, Folter und nicht selten der Tod. Seit zehn Jahren drangsaliert die Hamas die Menschen in Gaza, missbraucht sie für ihren Machtkampf gegen die Fatah und opfert Unschuldige im Krieg gegen Israel. Es liegt allein in den Händen der Hamas, die Streichung von der Liste der Terrororganisation zu bewirken. Mehr, als sich zur Abkehr von der Gewalt zu verpflichten, ist dafür nicht nötig.

Susanne Knaul, Jerusalem

nachrichten@luzernerzeitung.ch

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