KOPENHAGEN: 10 EU-Staaten überschreiten Emissionsgrenzwerte

Zehn Mitgliedstaaten der Europäischen Union pusten zu viele Schadstoffe in die Luft. Schuld daran sind vor allem der Verkehr und die Landwirtschaft.

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Velo- statt Autofahren führen zu weniger Schadstoffen in der Luft. (Symbolbild Keystone)

Velo- statt Autofahren führen zu weniger Schadstoffen in der Luft. (Symbolbild Keystone)

Nach einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) haben Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich, Irland, Luxemburg, Dänemark, Finnland, die Niederlande und Spanien im vergangenen Jahr die Grenzwerte überschritten. Wie die Agentur am Freitag mitteilte, ist Deutschland das einzige Land, das in drei von vier Kategorien durchfiel.

Gemessen wurden die Werte für Stickoxide (NOx), Nichtmethan-flüchtige organische Verbindungen (NMVOCs), Schwefeldioxid (SO2) und Ammoniak (NH3). Nur beim Schwefeldioxid habe es in keinem Land Überschreitungen gegeben. Seit 2010 sind die Mitgliedsländer der EU gehalten, sich an die Richtwerte der EU zu halten.

Stickstoffdioxid (NO2), die schädliche Komponente von Stickstoffoxid (NOx), werde vor allem durch den Strassenverkehr verursacht, hiess es in dem Bericht. Es sei für die Bildung von Feinstaub und Ozon in der Atmosphäre verantwortlich und wirke sich negativ auf die Gesundheit des Menschen aus. Ein erhöhter Stickstoffwert in der Luft könne zu Atemwegserkrankungen und Herz-Kreis-Problemen führen.
Auch Ammoniak (NH3) verursache Feinstaub und belaste das Ökosystem. NH3 stammt vor allem aus der Verwendung von Düngemitteln und tierischem Dünger.

Nach der Statistik der Umweltagentur hat Deutschland als bevölkerungsstärkstes Land in allen vier Kategorien die höchsten Werte in Europa und seit 2010 kein einziges Mal die Grenzwerte eingehalten.

sda