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Vier mögliche Nachfolger von Angela Merkel

Annegret Kramp-Karrenbauer. (Bild: Carsten Koall/AP)

Annegret Kramp-Karrenbauer. (Bild: Carsten Koall/AP)

Kramp-Karrenbauer: Die Kronprinzessin

Diese Kandidatur war absehbar: CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer erhob direkt nach der Ankündigung ihrer Chefin, auf den Parteivorsitz verzichten zu wollen, Anspruch auf den Job. AKK, wie die Saarländerin ob ihres sperrigen Namens gern genannt wird, gilt schon seit längerem als Kandidatin für die Nachfolge Merkels. Vor acht Monaten liess sich die 56-Jährige mit 99 Prozent zur CDU-Generalin wählen – AKK ist beliebt in der Partei. Sie ist eine der engsten Vertrauten der Kanzlerin.

Von 2011 bis Februar 2018 war die studierte Politologin Ministerpräsidentin des Saarlandes. Nach ihrem Wechsel nach Berlin sorgte sie mit ihrem Vorschlag für Aufsehen, Flüchtlinge sollten ein Dienstjahr absolvieren, etwa in der Pflege. Es hagelte Kritik von allen Seiten. Politisch macht sich AKK für das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche stark; mit einer «Zuhör-Tour» versuchte sie in diesem Jahr, die CDU-Basis wiederzubeleben. Kramp-Karrenbauer ist verheiratet und hat drei Kinder. (fho)


Jens Spahn: Der Widersacher

Jens Spahn. (Bild: EPA/Clemens Bilan)

Jens Spahn. (Bild: EPA/Clemens Bilan)

Wird er Merkels Nachfolger an der Parteispitze, wird es ungemütlich für die Kanzlerin. Jens Spahn, 38 Jahre jung, amtiert in Berlin als Gesundheitsminister – beschränkt sich aber keineswegs auf dieses Themenfeld. Immer wieder meldet sich Spahn in Sachen Migration zu Wort. Dabei liegt er selten auf Merkels Linie. Spahn gilt als echter Konservativer in der CDU.

Ausserdem steht er für eine Verjüngung, die die Christdemokraten nach Ansicht vieler dringend nötig hätten. Dass Spahn über das Thema Gesundheit hinaus Qualifikationen besitzt, ist schwer bestreitbar. Unter CDU-Urgestein Wolfgang Schäuble war er Staatssekretär im Finanzministerium. Kampfabstimmungen scheut Spahn nicht, vor vier Jahren zog er über eine solche ins Parteipräsidium ein. Spahn lebt in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, ist für die «Ehe für alle», katholisch, für ein Burka-Verbot. Wer sich für die Post-Merkel-Ära eine Rückkehr der CDU zu konservativen Positionen erhofft, dürfte ihm nun die Daumen drücken. (fho)


Armin Laschet: Der Landesvater

Armin Laschet. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Armin Laschet. (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Lange wurde Armin Laschet unterschätzt. Der 57-Jährige aus Aachen stand stets in der zweiten Reihe. Sein Stern ging erst so richtig auf, als er 2017 in Nordrhein-Westfalen (NRW) die Wahl gewann. Laschet ist der zweite CDU-Ministerpräsident in NRW seit 1967. Seit er die Regierung aus CDU und FDP führt, so der Tenor in Deutschland, hat der 1,70 Meter kleine Jurist an politischer Statur gewonnen.

Ein waschechter Landesvater sei aus ihm geworden. Die NRW-Regierung arbeitet seit Laschets Amtsantritt geräuschlos. Das passt zum gemütlichen Katholiken, der in den letzten Jahren zum gerngesehenen Talkshow-Gast wurde. In seinen Fernsehauftritten ist Laschet stets auf Ausgleich bedacht. Der grosse Forderer ist er nicht, eher ein Moderator – wie Merkel. Ob er damit der Richtige ist, um die CDU zu erneuern? Laschet wird das Kanzleramt zugetraut. Wer das fast 18 Millionen Einwohner zählende NRW regieren kann, der kann auch Kanzler. Laschet ist verheiratet und Vater von drei Kindern. (dlw)


Friedrich Merz: Der Rückkehrer

Friedrich Merz. (Bild: EPA/Armando Babani)

Friedrich Merz. (Bild: EPA/Armando Babani)

Friedrich Merz’ Rückkehr an die CDU-Spitze wäre das politische Comeback des Jahrzehnts. Fast schon beleidigt kehrte er 2009 der Politik den Rücken. Zwei Jahre war er Fraktionsvorsitzender der CDU gewesen, bevor ihn 2002 Angela Merkel verdrängte. Merz galt immer als Gegenspieler der Kanzlerin, als Kopf der Konservativen in der Union. Seit seinem Abgang gab es viele Versuche, den heute 62-Jährigen zu einer Rückkehr in die Bundespolitik zu bewegen.

Ab 2009 machte der Rechtsanwalt Karriere in der Wirtschaft. 2018 wurde er Verwaltungsratspräsident des deutschen Ablegers des weltgrössten Vermögensverwalters Blackrock. 2010 geriet Merz in die Kritik, weil er bei der Abwicklung der NRW-Landesbank WestLB mehrere tausend Euro pro Tag verdiente. Seit 2009 ist er Vorsitzender des Vereins Atlantik-Brücke, der sich für eine Vertiefung der wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA einsetzt. Merz ist verheiratet und Vater von drei Kindern. (dlw)


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