Kreuzfahrtschiff wegen Corona-Virus vor Kalifornien gestoppt – vier Schweizer an Bord

US-Behörden haben das Kreuzfahrtschiff «Grand Princess» vor der Küste Kaliforniens gestoppt, weil bei Passagieren und Besatzungsmitgliedern Krankheitssymptome festgestellt wurden. 

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Auf der «Grand Princess» wurden 21 Personen positiv auf das Coronavirus getestet.

Auf der «Grand Princess» wurden 21 Personen positiv auf das Coronavirus getestet. 

California National Guard Handout / EPA

(dpa/agl) Wie das EDA am Samstagmorgen auf seiner Website bekannt gibt, befinden sich vier Schweizer Staatsangehörige auf dem Schiff. Das Schweizerische Generalkonsulat in San Francisco stehe mit den lokalen Behörden in Kontakt. 

US-Vizepräsident Mike Pence sagte am Freitag in Washington, 46 Menschen an Bord der «Grand Princess» seien getestet worden. Bei 21 von ihnen sei der Test positiv ausgefallen - bei 19 Crewmitgliedern und 2 Passagieren. Das Schiff solle nun in einen nicht-kommerziellen Hafen gebracht werden. In einem nächsten Schritt sollten alle Menschen an Bord getestet und bei einer möglichen Infektion in Quarantäne untergebracht werden.

Die Behörden hatten das Schiff nach dem Coronavirus-Tod eines früheren Passagiers rund 100 Kilometer vor der Küste Kaliforniens gestoppt. Vier ehemalige Passagiere seien nach einer vorherigen Reise mit dem Schiff positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, hiess es.

Mit einer aufwendigen Aktion hatte US-Soldaten zuvor Coronavirus-Testkits auf das Kreuzfahrtschiff gebracht: Mitglieder der Nationalgarde seilten sich Medienberichten zufolge von einem Hubschrauber ab, um das Material an Bord zu bringen. Später wurden die Proben in ein Labor geflogen. Insgesamt sollen sich rund 2400 Passagiere und 1100 Crewmitglieder an Bord befinden.