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KUBA: Franziskus verlangt mehr «religiöse Freiräume»

Papst Franziskus hat zum Beginn seiner Kuba-Reise mehr religiöse Freiheit in dem kommunistischen Staat gefordert und zu einer weiteren Annäherung an die USA aufgerufen. Die bisherige Annäherung lobte der Argentinier als «ein Vorbild der Versöhnung für die ganze Welt.»
Der Papst wird auf dem Weg vom Flughafen nach Havanna immer wieder begrüsst und bejubelt. (Bild: Keystone)

Der Papst wird auf dem Weg vom Flughafen nach Havanna immer wieder begrüsst und bejubelt. (Bild: Keystone)

Die katholische Kirche wolle das kubanische Volk auf seinem Weg begleiten, «in Freiheit und mit allen notwendigen Mitteln und Freiräumen», sagte der 78-Jährige am Samstag nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Havanna.

Papst Franziskus im Papa-Mobil. (Bild: Keystone)
In Havanna wird der Papst herzlich willkommen geheissen. (Bild: Keystone)
Der Papst auf dem Weg zur San Cristobal KAthedrale in Havana. (Bild: Keystone)
Die Kubaner warten auf die Messe, die Papst Franziskus zelebrieren wird. (Bild: Keystone)
Eine Darstellung Che Guevaras am Innenministerium beim Revolutions-Platz, wo Papst Franziskus die Messe zelebrieren wird. (Bild: Keystone)
Der Papst trifft Kubas Präsidenten Raul Castro im «Palacio de la Revolucion» in Havana. (Bild: Keystone)
Bei seinem Kuba-Aufenthalt besucht der Papst unter anderen den ehemaligen Staatschef Fidel Castro. (Bild: Keystone)
Eine Frau nach der Messe in Havanna. (Bild: Keystone)
Hohe Würdenträger der Kirche verlassen den Revolutionsplatz in Havanna, wo der Papst mit Tausenden von Gläubigen eben die Messe feierte. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Pope Francis Sunday Mass on Revolution Square in Havana (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Papst Franziskus wird in Kuba herzlich begrüsst. (Bild: Keystone)
Eine Gruppe Nonnen wartet auf das Oberhaupt der katholischen Kriche, das nächstens hier durchfahren wird. (Bild: Keystone)
Küssend wartet dieser Vater mit seiner Tochter am Strassenrand auf den Papst. (Bild: Keystone)
Vor einer Tafel mit Fidel Castro, Jose Marti, Simon Bolivar und Hugo Chavez (v.l.) warten die Zuschauer auf Franziskus. (Bild: Ismael Francisco)
Bild: Keystone
Bild: Keystone
Die Mensche säumen die Stassen und suchen sich Plätze, um den vorbeifahrenden Papst zu sehen. (Bild: Keystone)
Bild: Keystone
Kubas Präsident Raul Castro winkt, während er Papst Franziskus am Flughaven in Havana, begleitet. (Bild: Keystone)
Der Papst kommt in Kuba an. (Bild: Keystone)
Papst Franziskus am Flughafen Havannas. (Bild: Keystone)
Ein Windstoss droht, (Bild: Keystone)
Kubanische Soldaten beim Papstbesuch. (Bild: Keystone)
Der Papst fährt mit den Papamobil durch Havanna. (Bild: Keystone)
Mitglieder der katholischen Kirche von Kuba begrüssen den Papst. (Bild: Keystone)
Papst Franziskus mit Raul Castro. (Bild: Keystone)
Papst Franziskus mit Raul Castro. (Bild: Keystone)
Papst Franziskus mit Raul Castro. (Bild: Keystone)
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Papst Franziskus in Kuba

Franziskus selbst hatte die Annäherung der einstigen Erzfeinde vermittelt, seit Juli haben beide Staaten wieder Botschaften im anderen Land. Am Dienstag reist Jorge Mario Bergoglio in die USA weiter, er ist der erste Papst, der die beiden Länder während einer Reise besucht.

Er ermuntere die verantwortlichen Politiker, weiter auf dem Weg der Versöhnung voranzuschreiten, sagte der Papst. «Als Beweis für den erhabenen Dienst, den zu leisten sie berufen sind für den Frieden und das Wohlergehen ihrer Völker.»

Grüsse an Fidel

Franziskus ist nach Johannes Paul II. (1998) und Benedikt XVI. (2012) als dritter Papst auf Kuba. Empfangen wurde er von Staatschef Raúl Castro. Franziskus bat Raúl Castro, seinem Bruder Fidel - dem Anführer der Revolution von 1959 - «den Ausdruck meiner speziellen Achtung und Ehrerbietung» zu übermitteln.

Raúl Castro bezeichnete das seit fast 55 Jahren bestehende US-Handelsembargo als «grausam, unmoralisch und illegal» und forderte die rasche Aufhebung.

Die auf Vermittlung des Vatikans erfolgte Annäherung und Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen mit den Vereinigten Staaten könne nur «ein erster Schritt sein». Auch die Militärbasis in Guantánamo müsse zurückgegeben werden.

Vor dem Besuch hatte er mit US-Präsident Barack Obama in einem Telefonat über eine weitere Annäherung gesprochen. Das Telefonat der Staatschefs war deren erstes direktes Gespräch seit ihrer historischen Begegnung beim Amerika-Gipfel in Panama im April.

Zur Enttäuschung kubanischer Dissidenten, die ein Signal des Papstes gegen Menschenrechtsverletzungen fordern, war mit ihnen kein Treffen geplant. Er bat aber, auch all diejenigen zu grüssen, «die ich aus verschiedenen Gründen nicht werde treffen können».

Heikles Thema Dissidenten

Am Flughafen war der Papst mit Applaus und Sprechchören empfangen worden, auch bei seiner Fahrt durch Havanna jubelten ihm Tausende Menschen zu. Mit Spannung wird erwartet, welche Worte der Papst während der Reise mit Blick auf den Umgang mit Dissidenten findet - oder ob er das Thema ausklammern wird.

Als erster Papst hatte Johannes Paul II. 1998 Kuba besucht. Sein Aufruf «Möge Kuba sich der Welt öffnen und die Welt sich öffnen für Kuba» gilt heute als wegweisend für den Entspannungsprozess, der damals eingeleitet wurde. Kubas Führung tritt heute für Religionsfreiheit ein.

sda

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