USA

Lebenslänglich für Saudi-Araber wegen Attacken auf US-Botschaften

Ein Vertrauter des getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden ist wegen seiner Beteiligung an den Anschlägen auf zwei US-Botschaften in Ostafrika im Jahr 1998 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein US-Bundesgericht in New York verkündete am Freitag das Strafmass.

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Bobbi Sternheim, Verteidigerin des Saudi-Arabers, vor den Medien

Bobbi Sternheim, Verteidigerin des Saudi-Arabers, vor den Medien

SDA

Der 52-jährige Saudi-Araber Chalid al-Fauwas war Ende Februar nach fünfwöchigem Prozess wegen Verschwörung zur Tötung von US-Bürgern schuldig gesprochen worden. Bei den Bombenanschlägen auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam waren am 7. August 1998 mehr als 220 Menschen getötet und mehr als 5000 weitere verletzt worden.

Al-Fauwas soll bis zu seiner Festnahme im September 1998 den Londoner Ableger von Al-Kaida geführt haben. Als Bote im Auftrag bin Ladens soll er in den 90er Jahren mit verschiedenen Zellen des Terrornetzwerks Kontakt gehabt und dabei auch an den Botschaftsattacken mitgewirkt haben.

Al-Fauwas, der 2012 von Grossbritannien an die USA ausgeliefert worden war, hatte in dem Prozess seine Unschuld beteuert. Staatsanwalt Preet Bharara erklärte dagegen, der Angeklagte habe eine "entscheidende Rolle in der mörderischen Verschwörung Al-Kaidas gegen Amerika" gespielt. Al-Fauwas sei einer der engsten Vertrauten von bin Laden gewesen.

Der Anführer des Terrornetzwerks war im Mai 2011 von US-Elitesoldaten in Pakistan getötet worden.