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LONDON/ANKARA: Amnesty: «Glaubwürdige Hinweise» auf Fälle von Folter in der Türkei

Amnesty International hat nach eigenen Angaben «glaubwürdige Hinweise» auf Misshandlungen und sogar Folter von festgenommenen Verdächtigen in der Türkei.
In der Türkei sollen Menschen gefoltert worden sein. Amnesty International kritisiert den türkischen Präsidenten Erdogan. (Bild: Press Presidency Press Service via AP, Pool)

In der Türkei sollen Menschen gefoltert worden sein. Amnesty International kritisiert den türkischen Präsidenten Erdogan. (Bild: Press Presidency Press Service via AP, Pool)

Die Menschenrechtsorganisation forderte die Türkei am Sonntag auf, unabhängigen Beobachtern Zugang zu allen Einrichtungen zu gewähren, in denen die mehr als 13 000 Verdächtigen festgehalten würden. «Berichte von Misshandlungen inklusive Schlägen und Vergewaltigung in Polizeigewahrsam sind extrem alarmierend», sagte Europa-Direktor John Dalhuisen nach einer am Sonntag verbreiteten Mitteilung. Die Regierung müsse diese «abscheulichen Praktiken» sofort stoppen.

Amnesty kritisierte das am Samstag erlassene Dekret von Präsident Recep Tayyip Erdogan. Der erste Erlass unter dem am Donnerstag verhängten Ausnahmezustand erlaubt unter anderem, dass Behördenvertreter bei Treffen von Verdächtigen und Anwälten anwesend sein und diese in Ton- oder Videoaufnahmen aufnehmen dürfen.

Dokumente, die zwischen Festgenommenen und Anwälten ausgetauscht werden, können beschlagnahmt werden. Amnesty bemängelte, damit werde das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren unterlaufen.

Die Organisation teilte mit, sie habe mit Anwälten, Ärzten und einem Diensthabenden an einem Ort gesprochen, wo Festgenommene festgehalten würden. Ihr lägen mehrere Berichte vor, wonach Verdächtige an «inoffiziellen Orten» wie Sportzentren oder in einem Stall gehalten würden.

Nach diesen Berichten habe die Polizei Festgenommenem unter anderem Essen, Wasser und medizinische Behandlung verweigert. Polizisten hätten Verdächtige demnach «Schlägen und Folter unterworfen, inklusive Vergewaltigung und sexuelle Nötigung».

sda

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