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LUDWIGSBURG: Polizei vereitelt Amoktat – 15-Jähriger festgenommen

Ein 15-Jähriger ist in Baden-Württemberg wegen Vorbereitung einer Amoktat festgenommen worden. Der Jugendliche hatte im Internet Fotos und Zeichnungen veröffentlicht, die auf eine mögliche Amoktat hindeuteten.
Spezialeinheit der Polizei im Einsatz. (Bild: AP / Kersti Johansson)

Spezialeinheit der Polizei im Einsatz. (Bild: AP / Kersti Johansson)

Er soll zudem im Chatkontakt mit dem Amokläufer von München gestanden haben. Es gebe aber keine Hinweise auf Mittäterschaft oder darauf, dass der Jugendliche vorher von der Münchner Bluttat gewusst habe.

Der Kontakt des 15-Jährigen zu dem Münchner Amokläufer ist von einem Hinweisgeber in einem Forum für Spieler von Ego-Shooter-Spielen entdeckt worden. Daraufhin hatte dieser die Polizei informiert. Die Beamten hätten umgehend auf den Hinweis reagiert.

Der Jugendliche wurde noch in der Nacht zum Dienstag im Kreis Ludwigsburg festgenommen. Er ist inzwischen in die Jugendpsychiatrie aufgenommen worden.

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart schliesst einen terroristischen Hintergrund aus. Gegen den 15-Jährigen werde wegen unerlaubten Waffen- und Sprengmittelbesitzes ermittelt, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde.

Der Jugendliche muss allerdings nicht mit einem Haftbefehl rechnen. Die Verstösse gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetz gäben das nicht her, sagte ein Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Es bestehe auch keine Fluchtgefahr, hiess es bei der Polizei.

Amok-Tat an Schule geplant

Er plante nach Angaben der Ermittler wahrscheinlich an seiner eigenen Schule eine Amok-Tat. Der Junge sei an seiner Schule gemobbt worden. Bei der Durchsuchung der Wohnung der Eltern seien unter anderem «eine grössere Anzahl Kleinkaliberpatronen, mehrere Messer und Dolche» entdeckt worden.

Die Ermittler fanden auch Fluchtpläne der von ihm besuchten Schule sowie eine grössere Menge Chemikalien, Material und Anleitungen zur Herstellung von Sprengmitteln. Die Eltern seien überrascht gewesen über die in ihrer Wohnung gefundenen Waffen und Sprengmittel.

Im Verlauf seiner Vernehmung räumte der Jugendliche den Angaben zufolge ein, sich «vor dem Hintergrund persönlicher und schulischer Probleme mit der Begehung einer Amoktat» auseinandergesetzt zu haben. Er habe sich aber inzwischen davon distanziert.

Am vergangenen Freitag hatte ein 18-jähriger Amoktäter in München neun Menschen und sich selbst getötet.

sda

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