Video

«Ma dove cazzo andate?» So emotional appellieren italienische Bürgermeister ans Volk

«Den Coiffeur nach Haus bestellen? Wer sieht deine schönen Haare, wenn du im geschlossenen Sarg liegst?» So der verzweifelte Ausruf eines italienischen Bürgermeisters. Viele seiner Kollegen appellieren ebenfalls inbrünstig, sich an die Ausgangssperre zu halten.

 
Hören
Drucken
Teilen
ohe/watson.ch

Unser Nachbarland Italien trifft die Corona-Pandemie unglaublich hart. Am Samstag hatte der Zivilschutz die bisher grösste Zahl von 793 Toten an nur einem Tag vermeldet. Bis Sonntag wurden insgesamt 59'138 Infizierte erfasst. Das sind rund 5500 mehr als am Samstag.

Das Land hat auf den dramatischen Anstieg der Todesfälle mit einer Verschärfung der Quarantäne-Massnahmen reagiert: Alle Betriebe, die nicht absolut notwendig und überlebenswichtig sind, werden geschlossen.

Derweil appellieren die italienischen Bürgermeister an ihr Volk. Und sparen dabei nicht mit Fluchwörtern. «Wo zum Teufel gehst du hin? Bleib zu Hause!», «Wer will dich überhaupt sehen mit einer solchen Frisur?», heisst es da. Oder: «Ihr könnt hier nicht Ping Pong spielen, geht nachhause und spielt Videospiele!».

Ein Dritter meint mit ruhiger Stimme: «Ich stoppte einen Mann, der mit seinem Hund joggen war und sagte ihm: ‹Schau, wir sind nicht in einem Film. Du bist nicht Will Smith in I am Legend. Geh nach Hause!›»