Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Angeblicher Streit unter Kollegen: Polizei-Angestellter tötet vier Beamte in Polizeipräfektur in Paris

Auf einer Polizeistation in Paris hat ein Mann mehrere Polizeibeamte getötet und verletzt. Der Täter wurde erschossen. Es soll sich um einen Polizei-Verwaltungsangestellten gehandelt haben.
chm/sda
Die Sicherheitskräfte vor Ort im Einsatz. (Bild: Imago Images)Die Sicherheitskräfte vor Ort im Einsatz. (Bild: Imago Images)
Über zehn Feuerwehrfahrzeuge waren anwesend. (Bild: Le Parisien)Über zehn Feuerwehrfahrzeuge waren anwesend. (Bild: Le Parisien)
Es gab mehrere Verletzte. (Bild: Le Parisien)Es gab mehrere Verletzte. (Bild: Le Parisien)
Das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt. (Bild: Le Parisien)Das Gebiet wurde grossräumig abgesperrt. (Bild: Le Parisien)
Betroffen war der Pariser Hauptpolizei-Stützpunkt. (Bild: Le Parisien)Betroffen war der Pariser Hauptpolizei-Stützpunkt. (Bild: Le Parisien)
Die Armee wurde ebenfalls aufgeboten. (Bild: Le Parisien)Die Armee wurde ebenfalls aufgeboten. (Bild: Le Parisien)
Die Polizeistation liegt gleich bei der berühmten Kathedrale Norte Dame. (Bild: Le Parisien)Die Polizeistation liegt gleich bei der berühmten Kathedrale Norte Dame. (Bild: Le Parisien)
7 Bilder

Messerattacke in Paris

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Mann hat in der Hauptpolizeistelle in Paris mehrere Menschen mit einem Messer angegriffen.
  • Dabei tötete der Täter vier Polizisten.
  • Er selber wurde dann von Polizeibeamten erschossen.
  • Beim Täter handelte es sich um einen Angestellten der nationalen Polizeibehörde Frankreichs

Bei einem Messerangriff im Pariser Polizeipräsidium sind mindestens vier Polizisten getötet worden. Ein Mitarbeiter des Präsidiums griff Polizisten mit einem Messer an, wie die Ermittler am Donnerstag mitteilten, und tötete mindestens vier Beamte.

Der Täter wurde daraufhin im Hof des Hauptquartiers der nationalen Polizei mit einer Schusswaffe erschossen. Aktuell gib es keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Die Umgebung des Polizei-Hauptquartiers wurde von Sicherheitskräften abgeriegelt. Rund zehn Feuerwehrwagen waren im Einsatz. In einer Lautsprecher-Durchsage war von einem «Angriff»" die Rede, die Gegend werde «überwacht», hiess es.

Das Polizei-Hauptquartier liegt im Herzen der Stadt, in Laufweite der Pariser Kathedrale Notre-Dame auf der Seine-Insel Île de la Cité. In der Gegend sind normalerweise viele Touristen unterwegs.

Abteilung gegen Extremismus

Der Täter arbeitete Ermittlern zufolge bei der nachrichtendienstlichen Abteilung der Pariser Polizei (Direction du renseignement de la préfecture de police, DRPP), die unter anderem für den Kampf gegen Extremisten zuständig ist. Er soll für Computer zuständig gewesen und eine Behinderung gehabt haben. Die Ermittler gehen nach eigenen Angaben Hinweisen nach, wonach es einen Konflikt zwischen dem Täter und Kollegen gegeben habe.

Hier, auf der Île de la Cité, hat die Attacke stattgefunden. (Bild: CNN)

Hier, auf der Île de la Cité, hat die Attacke stattgefunden. (Bild: CNN)

Bei den toten Polizisten soll es sich nach Medienberichten um eine Frau und drei Männer handeln. Ein Augenzeuge des Angriffs berichtete, unter den Polizisten sei Panik ausgebrochen. "Ich habe einen Schuss gehört", sagte der Dolmetscher, der in dem Präsidium Dienst hatte. "Alle rannten, viele haben geweint."

Die Polizei bat die Menschen auf den Sozialen Medien, nicht zu spekulieren oder voreilige Schlüsse zu ziehen.

Macron am Tatort

Ein Mitarbeiter der Polizeigewerkschaft Alliance, Loïc Travers, sagte dem Sender BFM-TV, der Täter habe mehr als zwanzig Jahre in dem Präsidium gearbeitet. Er habe als "vorbildlicher Angestellter ohne Vorgeschichte" gegolten.

Der französische Präsident Emmanuel Macron begab sich in das Präsidium, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Auch Regierungschef Edouard Philippe und Innenminister Christophe Castaner waren vor Ort. "Paris weint um seine Angehörigen", schrieb Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf dem Kurzbotschaftendienst Twitter. Sie sprach von einer "schrecklichen Attacke".

Einige Skandale

Die Pariser Polizei war in den vergangenen Jahren durch mehrere Skandale erschüttert worden. Im Februar wurden zwei Beamte wegen der Vergewaltigung einer Touristin in dem Hauptquartier zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt. Für Schlagzeilen sorgte auch der Fall eines Drogenfahnders, der Kokain gestohlen haben soll.

Der Angriff ereignete sich einen Tag nach einem "Wutmarsch" tausender Polizisten für bessere Arbeitsbedingungen in der französischen Hauptstadt. Die Polizei gilt als chronisch überlastet. Seit 2015 machte ihr die Serie islamistischer Anschläge in Frankreich mit mehr als 240 Toten zu schaffen. Seit dem vergangenen Herbst stieg der Druck durch Gewalt am Rande von "Gelbwesten"-Protesten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.