Lapus
Mitt Romney erntet Spott für seine «Heftmappen voller Frauen»

Im US-Wahlkampf, der bisweilen von Schnitzern der Kandidaten befeuert wird, hat der republikanische Herausforderer Mitt Romney seinen Gegnern neue Munition geliefert. Der technokratisch wirkende Ex-Manager äusserte sich zu den Berufschancen von Frauen.

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Hugh Hefner hat auch Ordner voller Frauen.
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Künstlerische Annäherung an das Thema.
So stellt sich ein User den Ordner vor.
Vielleicht hat auch Barney Stinson seinen Ordner eingereicht.
Vielleicht gab es auch einen Ordner mit Party-Chicks.
Sieht so der Frauen -Ordner von Romney aus?
Darin sollen alle Frauen von Romney abgelegt sein.
Auf Facebook und Twitter finden sich ganze Heftmappen voller Frauen für Mitt Romney

Hugh Hefner hat auch Ordner voller Frauen.

Zur Verfügung gestellt

Romney wollte in der zweiten TV-Debatte mit US-Präsident Barack Obama am Dienstag ausführen, wie er sich in seiner Amtszeit als Gouverneur des US-Bundesstaates Massachusetts für Frauen stark gemacht habe. Einmal hätten sich auf eine von ihm ausgeschriebene Stelle nur Männer beworben, erzählte Romney.

Da habe er seine Leute losgeschickt, um Frauen zu suchen, die qualifiziert genug wären, in seinem Kabinett zu dienen. Er habe sich an Frauengruppen gewandt, mit der Bitte ihm bei der Suche zu helfen. Die hätten ihm dann "ganze Heftmappen voller Frauen" ("whole binders full of women") gebracht, sagte Romney.

Die wenig elegante Formulierung dürfte dem Republikaner nicht eben helfen, seinen gemäss Umfragen beträchtlichen Rückstand bei weiblichen Wahlberechtigten aufzuholen. Romneys Aussage wurde sofort zu einem Hit im Internet; "binders" waren das am dritthäufigsten nachgefragte Thema in der Suchmaschine Google.

Postwendend fanden erste Parodien eines Frauen in Aktenordner steckenden Romney ihren Weg in die sozialen Netzwerke von Facebook und Twitter. "Das muss die Love-Story von Mitt und Ann Romney gewesen sein", ätzte eine Twitter-Userin.

Präsident Obama hatte in seiner Antwort auf die Frage nach den Berufschancen von Frauen ausführlich den beruflichen Ehrgeiz und die Intelligenz seiner 2008 verstorbenen Grossmutter gewürdigt.