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Morde aus Fremdenhass

Terrorzelle Der NSU setzte sich mutmasslich aus Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe zusammen, allerdings hatte das Trio auch einen Kreis an Unterstützern von bis zu 200 Personen. Der rechtsextremen Terrorzelle werden zehn Morde, zwei Nagelbombenattentate und fünfzehn bewaffnete Raubüberfälle zur Last gelegt. Zschäpe wird nicht vorgeworfen, bei den Morden an den vorwiegend türkischstämmigen Opfern beteiligt gewesen zu sein, die Taten der beiden Uwes aber aktiv unterstützt zu haben. Das Trio fiel schon in den 90er-Jahren durch fremdenfeindliche Aktionen auf, schon damals platzierten die späteren Rechtsterroristen Bombenattrappen an exponierten Orten. Von 1998 bis 2011 agierte das Trio aus dem Untergrund heraus.

In dem Prozess wurden massive Mängel der Sicherheitsbehörden aufgedeckt. Jahrelang gingen die Behörden davon aus, bei der Mordserie handle es sich um eine Abrechnung im Drogenmilieu. Auch die Presse sprach stets von «Döner-Morden». In mehreren Untersuchungsausschüssen wurden auch Ermittlungspannen und unklare Rollen von vom Verfassungsschutz in die rechtsextreme Szene eingeschleusten V-Männern und weitere Nachlässigkeiten der Behörden aufgearbeitet.

Unter den Opfern des NSU ist auch eine Polizeibeamtin. Böhnhardt und Mundlos erschossen die junge Frau und verletzten ihren Kollegen schwer, um an die Dienstwaffe der beiden zu gelangen. Die beiden Uwes nahmen sich im November 2011 das Leben. Wenig später steckte Zschäpe die gemeinsame Zwickauer Wohnung in Brand und verschickte ein Bekennervideo an Zeitungen und Parteien, aber auch an eine rechtsextremistische Organisation. Einige Tage danach stellte sich Zschäpe der Polizei. Das Verfahren gegen sie begann im Mai 2013. (cr)

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