Terror in London
Moschee-Attentäter war Muslim-Hasser und wurde betrunken aus Pub geworfen

Die Londoner Polizei hat den Namen des Mannes veröffentlicht, der vor einer Moschee in eine Gruppe Gläubiger gerast ist. Der vierfache Vater ist schon mehrfach negativ aufgefallen.

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Diese Moschee in der Nähe des Finsbury Parks wurde angegriffen.
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Ein Zelt der forensischen Einheit der Polizei steht neben dem Van, mit dem ein Mann in Gläubige gerast ist.
Die blutige Fahrt direkt in eine Gruppe von Muslimen ist vor dem Muslim Welfare House, einem kleinen Gebetshaus im Norden Londons, passiert. Um die Ecke gibt es in der direkten Nachbarschaft noch die grössere Finsbury-Park-Moschee.
Aus beiden muslimischen Einrichtungen strömten die Menschen in der Nacht zum Montag nach ihrem Gebet heraus, als der gemietete Lieferwagen auf die Menge zusteuerte. Dabei kam ein Mensch ums Leben, zehn Personen erlitten Verletzungen.
Forensiker sichern am Tatort Beweise.
Kopie von Kopie von London Moschee-Raser
London hat erneut eine blutige Nacht hinter sich.
Die Van-Attacke ereignete sich vor einer Moschee im Stadtteil Finsbury.
Polizisten sichern den Tatort.
Gläubige beten nach der Todesfahrt vor der Moschee.
Aufgebrachte Menschen beobachten die Szenerie.
Bilder des Vorfalls.

Diese Moschee in der Nähe des Finsbury Parks wurde angegriffen.

Wikipedia/Salim Fadhley

Der 47-jährige Darren Osborne hegte offensichtlich einen tiefen Hass gegen Muslime. «Ich werde alle töten – nun habe ich meinen Teil erledigt», schrie der Terror-Verdächtige nach seiner Van-Attacke auf Gläubige vor einer Moschee in London. Dann lachte er und verteilte laut Augenzeugen Kusshände.

Am Abend vor seiner Tat war er laut «Daily Mail» bereits negativ aufgefallen. «Sie haben ihn aus seinem Stammpub geworfen, weil er betrunken war und gegen Muslime hetzte», erzählt ein Gast des Pubs. Osborne sei laut und agressiv gewesen und habe verkündet, er werde nun «Schaden anrichten». Nachbarn beschreiben ihn als «schrägen Typen». Sie hätten nicht gewusst, ob er überhaupt arbeite.

Der vierfache Familienvater ist in Singapur geboren und hat zuletzt in Cardiff gelebt. Vor einem halben Jahr sei seine Ehe in die Brüche gegangen, schreiben englische Medien weiter.

Seine Mutter beschreibt Osborne als «komplexe Person». Die Sache sei ein «furchtbarer Schock» für alle.

Die Polizei durchsuchte das Haus von Osborne am Montag. Die Behörden gehen derzeit davon aus, dass der mutmassliche Täter alleine gehandelt hat. Der Mann wurde «wegen Terrorismus» inhaftiert, wie die Polizei mitteilte. In einer Erklärung von Scotland Yard hiess es, er sei «zusätzlich wegen Auftrags, Vorbereitung oder Anstiftung zum Terrorismus einschliesslich Mordes und versuchten Mordes» festgenommen worden.