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Mühsamer Neuanfang in Südafrika

Auslandkorrespondent Wolfgang Drechsler über den Abgang des südafrikanischen Ex-Präsidenten Jacob Zuma und dessen Folgen.
Wolfgang Drechsler, Kapstadt
Wolfgang Drechsler. (Bild: PD)

Wolfgang Drechsler. (Bild: PD)

Von aussen betrachtet mutet es wie ein Wunder an, dass der von einer langen Liste schwerer Korruptionsvor­würfe geplagte Jacob Zuma fast neun Jahre lang Präsident von Südafrika sein konnte. Sein regierender Afrikanischer Nationalkongress (ANC) hatte vor allem in Zumas zweiter Amtszeit, als immer mehr Beweise für die gezielte Unterwanderung des Staats durch enge Freunde des Präsidenten auftauchten, mehr als genug Gründe für seine sofortige Entmachtung gehabt. Mit der vom ANC-Vorstand einmütig beschlossenen Abberufung gab es aber selbst für den Überlebenskünstler kein Entrinnen mehr. Dass Zuma überhaupt so lange im Amt bleiben konnte, liegt vor allem an seiner raffinierten Klientelpolitik und einer, wie sein zäher Abgang zeigt, weitgehend handlungs­unfähigen Regierungspartei. Zu übergrossem Jubel besteht deshalb kein Anlass. Als Abrissbirne der jungen Demokratie hat Zuma dem Land politisch wie wirtschaftlich schwersten Schaden zugefügt. Schon deshalb dürften die Aufräum­arbeiten sehr mühsam und der Neuanfang nach zehn verlorenen Jahren weit schwerer werden, als viele nun glauben.

Wolfgang Drechsler, Kapstadt

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