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MÜNCHEN: Schütze besorgte sich Waffe aus dem Darknet

Der Todesschütze von München hat seine neun Opfer nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» mit einer reaktivierten Theaterwaffe erschossen.
Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor dem Olympia Einkaufszentrum, als der Todesschütze zur Waffe griff. (Bild: AP Photo)

Die Polizei war mit einem Grossaufgebot vor dem Olympia Einkaufszentrum, als der Todesschütze zur Waffe griff. (Bild: AP Photo)

Die nicht mehr scharfe Waffe sei wieder gebrauchsfähig gemacht worden, berichtete die Zeitung (Montagsausgabe) unter Berufung auf Ermittlerkreise. Ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) bestätigte die Informationen am Sonntag auf Anfrage nicht.

Bei der Glock 17, Kaliber neun Millimeter, handelt es sich um eine reaktivierte Theaterwaffe. Sie trägt dem Bericht zufolge ein Prüfzeichen aus der Slowakei. Der 18-jährige Deutsch-Iraner beschaffte sich die Pistole demnach im sogenannten «Darknet», einem verborgenen und verschlüsselten Bereich des Internets. Die Seiten im Darknet lassen sich nur aufrufen, wenn man die richtige Software verwendet und genau weiss, wo man suchen muss. Häufig nutzen Kriminelle das Darknet, etwa, um dort mit Waffen, Drogen oder Kinderpornographie zu handeln.

Der Schüler hatte am Freitagabend in München mit der reaktivierten Theaterwaffe erst neun Menschen und dann sich selbst erschossen.

Viele Opfer mit Migrationshintergrund

Dem Amoklauf von München fielen vor allem Menschen mit Migrationshintergrund zum Opfer. Nach Angaben des Landeskriminalamts vom Sonntag waren unter den neun Opfern des Schützen zwei Deutsche, zudem seien zwei Menschen mit deutsch-türkischer Nationalität ums Leben gekommen.

Auch habe es jeweils ein Todesopfer aus Ungarn, der Türkei und Griechenland gegeben. Ein Toter stamme aus dem Kosovo, ein weiteres Todesopfer sei staatenlos gewesen, hiess es weiter.

Die Ermittler schlossen einen politischen oder islamistischen Hintergrund aus und stuften die Tat als Amoklauf ein. Der 18-Jährige habe sich intensiv mit dem Thema beschäftigt. Das zeigen dem «SZ»-Bericht zufolge die Erkenntnisse der Ermittler.

Die Ermittler hatten am Samstag auch von Hinweisen auf eine psychische Erkrankung berichtet. Dem Zeitungsbericht zufolge war der 18-Jährige im vergangenen Jahr zwei Monate in stationärer psychiatrischer Behandlung und bis zuletzt in ambulanter Therapie.

Er litt demnach unter einer Aufmerksamkeitsdezifitstörung sowie unter sozialer Phobie und wurde auch medikamentös behandelt. Auch diese Angaben bestätigte das LKA zunächst nicht.

sda

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