Musk beleidigt Höhlentaucher

Die Geschichte um die Rettung der 12 thailändischen Jungfussballer und ihres Trainers ist um ein weiteres, bizarres Kapitel reicher.

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Tesla-Chef Elon Musk während eines Forums in Hongkong. (Bild: Justin Chin/Getty; 26. Januar 2016)

Tesla-Chef Elon Musk während eines Forums in Hongkong. (Bild: Justin Chin/Getty; 26. Januar 2016)

Tech-Milliardär Elon Musk (47, Bild) beschimpfte den britischen Taucher Vernon Unsworth, der bei der Rettung aus einer Höhle dabei war, über Twitter als «Pädophilen». Der Taucher hatte zuvor in einem Interview behauptet, das kleine U-Boot, welches Musk in einer seiner Firmen entwickelt hat und für die Rettung auf eigene Kosten nach Thailand bringen liess, sei komplett nutzlos und nur ein «PR-Stunt» gewesen. «Er kann sich sein U-Boot dahin schieben, wo es weh tut», so Unsworth. Musk schimpfte über Twitter zurück, er habe «diesen britischen Typen, der als Ausländer in Thailand lebt», in der Höhle nie gesehen und nannte ihn in einem weiteren Tweet einen «pedo guy», einen «pädophilen Kerl». Als ein Twitter-User Musks Verhalten kritisierte, antwortete er: «Ich wette einen unterschriebenen Dollarschein, dass das stimmt.» Die Tweets wurden später von seinem Konto gelöscht. Unsworth erwägt nun juristische Schritte.

Andere Retter unterstrichen Unsworths Rolle bei der Rettung: Er sei «eine der treibenden Kräfte» gewesen und habe einen Grossteil der Höhle kartografiert.

Es ist nicht der erste öffent­liche Ausraster des Tesla-Gründers. Vor nur wenigen Tagen hatte Musk in einem Interview mit Bloomberg gesagt, er wisse, dass er sich zügeln müsse.