Sexuelle Belästigung
Mutmassliches Opfer hat Dominique Strauss-Kahn identifiziert

Der unter dem Verdacht der versuchten Vergewaltigung festgenommene Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, wird erst heute erstmals vor Gericht erscheinen.

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Wurde bei einer Gegenüberstellung erkannt: Dominique Strauss-Kahn. (Archiv)

Wurde bei einer Gegenüberstellung erkannt: Dominique Strauss-Kahn. (Archiv)

Keystone

Ein ursprünglich für Sonntag in New York angesetzter Termin, bei dem ihm die Anklage verlesen und möglicherweise über eine Kaution entscheiden werden sollte, sei auf Montagmorgen verschoben worden, teilte der Anwalt des IWF-Chefs, William Taylor, nach Berichten des US-Senders CNN am späten Sonntagabend (Ortszeit) mit.

Sein Mandant habe einer von der Polizei verlangten wissenschaftlichen und forensischen Untersuchung am Abend zugestimmt, sagte Taylor. Angesichts der späten Stunde habe man sich dann entschlossen, den Gerichtstermin zu verschieben. Sein Mandant werde sich vor Gericht nicht schuldig bekennen, hatte er bereits zuvor angekündigt.

Strauss-Kahn identifiziert

Die französische Tageszeitung «Libération» meldet in ihrer Online-Ausgabe, dass das mutmassliche Opfer Strauss-Kahn auf dem Polizeiposten Harlem bei einer Gegenüberstellung identifiziert habe.

Wie die «New York Times» unter Berufung auf nicht näher genannte Polizeiquellen berichtete, wollten die Ermittler zunächst eine gerichtliche Anordnung zur Untersuchung des Verdächtigen erwirken, bei der nach möglichen DNA-Spuren des angeblichen Opfers am Körper Strauss-Kahns gesucht werden sollte, etwa unter seinen Fingernägeln.

Da sich abgezeichnet habe, dass der IWF-Chef gegen Kaution freikommen könnte, habe man befürchtet, dass er sich mit den möglichen Spuren an seinem Körper ins Ausland absetzten könne, hiess es. (sda)