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Nach elf Prozent bei Bayern-Wahl: AfD bald in allen Landtagen vertreten

Auch in Bayern ist die Alternative für Deutschland (AfD) mit einem guten Ergebnis in den Landtag eingezogen. Sie hat laut Hochrechnungen 10,4 Prozent der Stimmen geholt. Ein durchaus beachtliches Resultat für eine Partei, die zum ersten Mal in das Landesparlament in München einzieht.
Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, spricht während der Wahlparty der AfD. (Bild: Keystone)

Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, spricht während der Wahlparty der AfD. (Bild: Keystone)

Die AfD reihte in den letzten Jahren einen Wahlerfolg an den anderen. Im September 2017 zog die rechtspopulistische Partei mit 12,7 Prozent in den Bundestag ein und wurde auf Anhieb drittstärkste Kraft auf Bundesebene. Seit der Bildung der Grossen Koalition in Berlin kommt der AfD sogar die Rolle als Oppositionsführerin zu.

Auch auf Ebene der Bundesländer kennt die AfD das Scheitern seit Jahren nicht mehr. Seit gestern ist sie in 15 Landtagen vertreten. Allen voran in den ostdeutschen Bundesländern erzielte die Partei sehr gute Ergebnisse. In Sachsen-Anhalt holte sie 24,3 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern 20,8 Prozent. In Sachsen, wo 2019 gewählt wird, wird ihr ebenfalls ein Ergebnis über 20 Prozent zugetraut.

SPD im Sturzflug

Bald dürfte die AfD in allen deutschen Landtagen vertreten sein. Ein deutliches Zeichen für den Umbruch, in dem sich das deutsche Parteiensystem seit einigen Jahren befindet. Nur in Hessen ist sie noch nicht vertreten. Das dürfte sich mit den Landtagswahlen vom übernächsten Sonntag ändern. Laut Umfragen wird die AfD mit mehr als 10 Prozent in das Landesparlament einziehen.

Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, wertete das gute Ergebnis ihrer Partei in Bayern auch als Absage an die Bundesregierung: «Wer heute in Bayern AfD gewählt hat, der sagt auch: Merkel muss weg», sagte sie. In Richtung der Koalitionäre Union und SPD rief sie: «Macht den Weg frei für Neuwahlen!»

Umfragen für Hessen prophezeien nicht nur den erstmaligen Einzug der AfD in den Landtag, sondern auch eine weitere Niederlage für die Union. Die CDU, die mit Volker Bouffier den Ministerpräsidenten stellt, verliert demnach fast 10 Prozent und kommt noch auf 29 Punkte. Auch für die SPD sieht es düster aus. Nicht nur in Bayern, wo die Sozialdemokraten traditionell einen schweren Stand haben, sondern auch auf Bundesebene. Letzte Woche erschien eine Umfrage, wonach die SPD nur noch viertstärkste Kraft wäre, wenn jetzt gewählt würde. Die Krise der einst stolzen Volksparteien geht weiter. (dlw)

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