Sturm

Nach "Irma" kommt jetzt "Maria": Hurrikan bedroht französische Karibikinsel Guadeloupe

Nicht einmal zwei Wochen nach dem Durchzug des verheerenden Wirbelsturms "Irma" bedroht erneut ein starker Hurrikan die Karibikinseln. Diesmal dürfte vor allem die zu Frankreich gehörende Insel Guadeloupe betroffen sein.

Drucken
Teilen
Nicht einmal zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Irma" bedroht der Hurrikan "Maria" die Karibikinseln. Diesmal dürfte vor allem die Insel Guadeloupe betroffen sein. Für Montag wird mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern gerechnet.

Nicht einmal zwei Wochen nach dem verheerenden Wirbelsturm "Irma" bedroht der Hurrikan "Maria" die Karibikinseln. Diesmal dürfte vor allem die Insel Guadeloupe betroffen sein. Für Montag wird mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern gerechnet.

KEYSTONE/EPA National Hurricane Center/NATION

Der Wetterdienst erhöhte am Sonntag die Unwetterwarnstufe für die Insel auf die zweithöchste Stufe Orange. Am Montag müsse mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern gerechnet werden, teilten die örtlichen Behörden mit. Ausserdem würden Regenmengen von stellenweise 400 Millimetern erwartet.

Für die französisch-niederländische Insel Saint-Martin und das französische Saint-Barthélemy galt die niedrigere Unwetterwarnstufe Gelb. Beide Inseln waren durch Hurrikan "Irma" schwer verwüstet worden. Elf Menschen kamen im französischen Teil von Saint-Martin ums Leben, vier weitere im niederländischen Sint Maarten.

Schäden und Räumarbeiten nach Hurrikan "Irma":

Schäden und Räumarbeiten nach Hurrikan Irma
32 Bilder
Die Schäden müssen nun behoben werden.
Ein Mann repariert in Kubas Hauptstadt Havanna eine Telefonleitung, die Irma kaputt gemacht hat.
Ein Mitglied der Nationalgarde überreicht Patrick Garvey eine Foodbox auf der "Big Pine Key"-Insel (Florida Keys)
Mitglieder einer Familie fahren auf einem Boot, vor sich ein Anhänger im Wasser. (Gainesville, Florida)
Im Pflegeheim "Hollywood Hills" nördlich von Miami starben acht Menschen wegen einer defekten Klimaanlage.
Auf Key West reparieren diese Arbeiter Stromleitungen.
Das Britische Verteidigungsministerium hat ein Bild veröffentlicht, das die Zerstörung auf der Insel Jost Van Dyke (Britische Jungferninseln) zeigt.
Auf den Britischen Jungferninseln packt auch das Britische Militär mit an.
Eine C-17-Maschine der Britischen Königlichen Luftwaffe landet auf Barbados.
Der Flieger bringt militärisches Personal und Hilfsgüter.
Auf der französisch-holländischen Karibikinsel St. Martin kamen 14 Menschen ums Leben.
Im US-Bundesstaat Florida füllen Häftlinge des Lake County Gefängnisses Sandsäcke.
In den Wirren des Hurrikans gingen zahlreiche Haustiere verloren. In der US-Ortschaft Savannah (Georgia) freuen sich Hündin Leila und ihre Besitzerin Mary Bohanon über das Wiedersehen.
Auch Joseph Raine und sein Hund Lulu haben sich wieder.
Derweil sitzt Mary Della Ratta (94) in Naples (Florida) noch immer im Dunkeln. Nur eine batteriebetriebene Laterne spendet ihr Licht.
Der Sturm hat auch vor den Wohlhabenden nicht halt gemacht: ein zerstörtes Anwesen in Duck Key (Florida).
Die Aufräumarbeiten werden Wochen dauern. Danach wird der Wiederaufbau noch Monate in Anspruch nehmen.
Schlimm getroffen hat es die weniger vermögende Bevölkerung in Florida. Das Wohnmobil von Elida Dimas ist zerstört, ebenso wie eines, das sie vermietet hatten. Nun fällt diese wichtige Einnahmequelle für sie weg.
Auch Larry Dimas schaut einer ungewissen Zukunft entgegen.
Dave Stroshein begutachtet die Überschwemmung in seinem Werkraum in Bonita Springs (Florida).
David Fettke und seine Frau Sonya räumen ihr beschädigtes Hab und Gut aus dem Haus auf Tybee Island (Georgia).
Ein städtischer Angestellter baut eine Düne auf Tybee Island (Florida).
Jospeh Ross (links) räumt in Naples (Florida) auf.
Ross schleppt ganze Hausteile davon.
Ein Auto versinkt beinahe im Wasser in Marathon (Florida).
Irma hat eine Schneise der Zerstörung in ganz Florida hinterlassen.
Diese Bilder zeugen davon...
...
...
Sharon Noeller begutachtet die Schäden im Seabreeze-Park für Wohncontainer, in dem sie wohnt.
Irma hat diesem Haus in Florida das Dach geraubt.

Schäden und Räumarbeiten nach Hurrikan Irma

CRISTOBAL HERRERA

Die Inseln haben sich noch nicht von den Sturmschäden erholt. "Maria" wird derzeit als Hurrikan der Kategorie 2 auf der fünfstufigen Skala eingestuft, könnte sich aber auf Stufe 3 verstärken.

Der französische Innenminister Gérard Collomb wertete dies als Zeichen, dass die Inseln vor "grossen Schwierigkeiten" stünden. Er kündigte in Paris die sofortige Entsendung von 110 zusätzlichen Soldaten des Zivilschutzes und hunderter weiterer Einsatzkräfte an, um für Sicherheit zu sorgen und bei der Versorgung der Menschen zu helfen.

Guadeloupe sei bislang die Logistikzentrale für die Hilfslieferungen zu den von Hurrikan "Irma" betroffenen Inseln gewesen, sagte Collomb.

Die Schulen auf Guadeloupe sollen am Montag und "bis auf weiteres" geschlossen bleiben, wie die zuständige Behörde mitteilte. Der französische Wetterdienst rechnete damit, dass sich das Auge des Sturms "in der zweiten Hälfte der Nacht von Montag auf Dienstag" in unmittelbarer Nähe von Guadeloupe befinden werde.