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Nahost: Chance nicht verpassen

Redaktorin Susanne Knaul über Trumps Anerkennung von Jerusalem als Haupstadt von Israel.
Susanne Knaul
Susanne Knaul, Jerusalem (Bild: PD)

Susanne Knaul, Jerusalem (Bild: PD)

Es ist, als wolle sich US-Präsident Donald Trump selber ein Bein stellen. Da kündigt er einerseits an, mit einem «Deal des Jahrhunderts» den Nahen Osten zu befrieden. Andererseits provoziert er einen Eklat mit einer der zwei Figuren, die bei seinem Jahrhundert-Deal die Hauptrollen spielen.

Ein «Spiel mit dem Feuer», werfen ihm die Paläs­tinenser vor, und entlassen ihn als Friedensvermittler. Ohne Jerusalem als Hauptstadt Palästinas gebe es nichts zu verhandeln. Doch bedeutet eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels automatisch, dass Jeru­salem nicht auch Hauptstadt Palästinas sein kann? Keineswegs. Die USA treten für ein geteiltes Jerusalem ein, sobald die Zweistaatenlösung steht.

Die Kündigung Trumps ist ein gewagter Schritt von Präsident Mahmud Abbas. Ohne US- amerikanisches Zutun sind Verhandlungen ausgeschlossen. Und ohne Verhandlungen wird es auch Palästina niemals geben. Eine neue Intifada stellt die Hamas in Aussicht. Doch niemand zwingt sie an die Waffen. Im Gegenteil: Selten war die Ausgangsbasis so güns­tig für die Palästinenser, die gut daran täten, nicht schon wieder eine Chance zu verpassen, sondern mit Rückenwind in neue Verhandlungen zu gehen.

Susanne Knaul

nachrichten@luzernerzeitung.ch

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