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Nahost-Korrespondent: «Die Explosion ist eine Konsequenz der grassierenden Inkompetenz im Libanon»

Eine derart gewaltige Detonation habe das von Krieg und Terror geprägte Land noch nie erlebt, sagt unser Nahostkorrespondent Michael Wrase im Videointerview. Doch: Das Drama könnte für den krisengebeutelten Staat auch eine Chance sein.

Samuel Schumacher
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Über 100 Tote und weit über 4000 Verletzte: Das ist die traurige Bilanz der beiden Explosionen, die am Dienstagabend die libanesische Hauptstadt Beirut erschüttert haben. Die beiden Explosionen haben sich kurz nacheinander in einem Feuerwerkslager und einer Halle mit rund 2800 Tonnen Ammonium Nitrat, ein leicht entzündliches Düngemittel, ereignet.

Michael Wrase, Nahostkorrespondent von CH Media, sagt im Videointerview:

«Die Explosion ist eine Konsequenz der grassierenden Inkompetenz, gepaart mit Korruption und Vetternwirtschaft im Libanon. Die Zuständigen hatten das Zeugs in der Lagerhalle schlicht vergessen.»

Eine derart gewaltige Explosion habe der Libanon in seiner von Terror und Krieg geprägten Geschichte noch nie erlebt, sagt Wrase. Selbst an seinem derzeitigen Aufenthaltsort auf der Insel Zypern rund 200 Kilometer von Beirut entfernt habe man die Explosion gespürt.

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