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Napalm statt Giftgas

Michael Wrase, Limassol

Luftangriffe Das Regime des syrischen Diktators Baschar al-Assad will sich nicht einschüchtern lassen. Nur 36 Stunden nach den US-Raketenangriffen auf die Luftwaffenbasis Al-Schairat setzte die syrische Luftwaffe ihre Angriffe auf die von islamistischen Rebellen kontrollierten Orte in der Provinz Idlib fort. Dabei warfen die MIG-Kampfflugzeuge Napalm-Brandbomben ab. Übereinstimmenden Berichten zufolge starteten einige der Jets auch vom Stützpunkt Al-Schairat, dessen Start- und Landebahnen anscheinend in einem brauchbaren Zustand sind. Das dokumentierten russische Kamerateams mit Bildern – und höhnischen Kommentaren. Man habe sie deshalb nicht angriffen, weil sie sich rasch reparieren liessen, lautete die über Twitter verbreitete Begründung von Donald Trump. Der US-Präsident wird in den syrischen Staatsmedien als Papiertiger verspottet. Die Militärschläge der Amerikaner, glaubt auch Günter Meyer, Nahostexperte an der Mainzer Universität, hätten keine spürbaren Auswirkungen auf die militärische Stärke des Regimes und seiner Verbündeten. Auch an der gesamtstrategischen militärischen Lage habe sich bisher nichts geändert.

Im Osten Syriens richten die USA Stützpunkte ein

Bewegung ist nur im Osten von Syrien zu beobachten. Dort haben die von den USA unterstützten Milizionäre der «Syrisch-Demokratischen Streitkräfte», die von Kurden dominiert werden, die Stadt Taqba eingekesselt. Die nahe gelegene Militärbasis, die bis vor einigen Wochen vom «Islamischen Staat» und davor von der syrischen Luftwaffe genutzt wurde, ist bereits eingenommen worden. Der Stützpunkt soll ausgebaut und später vom US-Militär genutzt werden. Landen können schwere Transportmaschinen bereits auf dem weiter nördlich gelegenen Flughafen von Kobane. Dieser biete «zusätzliche Möglichkeiten neben den türkischen Stützpunkten in Incirlik und Diyarbakir», erklärte ein US-Armeesprecher. Deren Nutzung verknüpft die türkische Regierung mit Bedingungen, die für die USA und ihre Verbündeten meist unannehmbar sind.

Michael Wrase, Limassol

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