IS-Vormarsch

NGO: IS-Kämpfer exekutieren 23 Zivilisten in Syrien

Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben in Syrien nach Angaben von Aktivisten erneut Zivilisten hingerichtet. Unter den Opfern des Massakers seien auch neun Kinder.

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Syrische Flüchtlinge in einem Flüchtlingslager im Libanon (Archiv)

Syrische Flüchtlinge in einem Flüchtlingslager im Libanon (Archiv)

SDA

Bei ihrem Vorstoss auf die weltberühmte Antikenstadt Palmyra hätten die Dschihadisten 23 Bewohner in einem benachbarten Dorf erschossen.

Ort des Massakers war laut dem Leiter der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman, das Dorf Amirijeh nördlich von Palmyra.Unter den Opfern seien Familienangehörige von Regierungsmitarbeitern. Neun der Hingerichteten seien Kinder.

Bereits am Donnerstag hatte die Beobachtungsstelle von Exekutionen von Zivilisten durch den IS in Dörfern bei Palmyra berichtet; es habe auch zehn Enthauptungen gegeben.

Den Opfern sei "Kollaboration mit dem Regime" von Präsident Baschar al-Assad vorgeworfen worden. Die Angaben der Aktivisten, die sich auf ein dichtes Netz von Informanten in Syrien stützt, sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die Ruinen von Palmyra gehören zum Unesco-Weltkulturerbe. Laut Beobachtungsstelle stehen die IS-Kämpfer nur noch einen Kilometer von der Oasenstadt in der zentralen Provinz Homs entfernt.

Nach den Zerstörungen, die der IS in anderen antiken Stätten wie Nimrud und Hatra bereits anrichtete, sind die Bauten der Antikenstadt nach Einschätzung von Experten nun ebenfalls akut bedroht.