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«Niemand steht über dem Gesetz»

Nachgefragt
Juan Orlando Hernández, Präsident von Honduras. (Bild: EPA)

Juan Orlando Hernández, Präsident von Honduras. (Bild: EPA)

Sie versprechen ein grosses Infrastrukturprogramm und Investitionen in Bildung und Sozialhilfe. Erst kürzlich haben Sie die Steuern erhöht, und der Staat ist mit rund 10 Milliarden US-Dollar, der Hälfte des Bruttoinlandsprodukts, verschuldet. Wie soll das alles finanziert werden?

Das Sozialprogramm Vida Mejor ist durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer abgedeckt. Tourismus, Landwirtschaft und Wohnungsbau werden durch Kredite einer neu zu schaffenden Staatsbank finanziert, die Reserven der Zentralbank bekommt. Auf die Kredite wird ein Zinssatz von einem Prozent erhoben. So finanziert Panama den sozialen Wohnungsbau mit einem sehr guten Ergebnis.

Durch den Freihandelsvertrag mit den USA ist die heimische Landwirtschaft eingebrochen. Das heizt die Migration an. Was soll da passieren?

Die Landwirtschaft wird eine strategische Priorität, denn die Ernährungssouveränität ist für ein Land wichtig. Dafür müssen wir billige Kredite mit langen Laufzeiten zur Verfügung stellen. Die Kreditvergabe soll an die Produktivität geknüpft werden.

Die USA verwandeln Honduras in ihre Sicherheitsplattform in Mittelamerika. Ist das die Rolle, die Sie sich für Ihr Land vorstellen?

Der Ausbau der US-Präsenz durch die «Allianz des Wohlstands» folgt einer ­Bitte um Unterstützung, die ich an die US-Regierung gerichtet habe. Denn die USA haben eine Mitverantwortung für den Drogenhandel hier – der unsere Sicherheitslage so verschlechtert hat –, weil dort die meisten Drogen konsumiert werden. Honduras ist lediglich ein Transportkorridor. Wir müssen das gemeinsam ändern, auch durch mehr Arbeitsplätze und Armutsbekämpfung.

Wie soll die Armut denn bekämpft werden?

Wir haben eine zentrale Lage mit Häfen sowohl am Atlantik als auch am Pazifik. Ich stelle mir Honduras daher als logistische Regionalplattform vor.

Ihr Bruder wurde in einem Prozess in den USA als Kollaborateur von Drogenschmugglern erwähnt. Haben Sie Informationen dazu eingeholt?

Ich habe die US-Justiz darum gebeten, meinen Bruder direkt anzuhören. Und er reiste nach Miami, um dort auszusagen, und kehrte dann wieder zurück. Meine Devise lautet, dass niemand über dem Gesetz steht. Wir Politiker müssen mit gutem Beispiel vorangehen. (swt)

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