Verstorbener US-Student
Nordkorea weist Folter-Vorwurf zu Otto Warmbier zurück

Nordkorea hat den Verdacht zurückgewiesen, der verstorbene US-Student Otto Warmbier sei in nordkoreanischer Haft gefoltert oder misshandelt worden.

Merken
Drucken
Teilen
Überlebte seine Reise nach Nordkorea nicht: Student Otto Warmbier starb wenige Tage nach seiner Freilassung aus Nordkoreas Lagerhaft, am 19. Juni 2017 in einem amerikanischen Spital. (Archiv)
7 Bilder
Otto Warmbier Version 2
Laut Medizinern der Universität von Cincinnati trägt der von Nordkorea freigelassene US-Student Otto Warmbier schwere Gehirnschäden. Das gaben die Ärzte an einer Medienkonferenz bekannt.
Otto Warmbiers Vater sprach nach der Freilassung seines Sohnes zu den Medien.
Otto Warmbier beim Prozess in Nordkorea am 16. März 2016
Otto Warmbier wird am Schauprozess vorgeführt.
Otto Warmbier unter Tränen am Schauprozess.

Überlebte seine Reise nach Nordkorea nicht: Student Otto Warmbier starb wenige Tage nach seiner Freilassung aus Nordkoreas Lagerhaft, am 19. Juni 2017 in einem amerikanischen Spital. (Archiv)

KEYSTONE/AP/KIM KWANG HYON

Alle zuständigen Behörden behandelten "alle Kriminellen" in "vollständiger Übereinstimmung mit örtlichen Gesetzen und internationalen Standards", sagte ein Sprecher des Nationalen Rates für Aussöhnung laut einer Meldung der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA am Freitag. Dies gelte auch für Otto Warmbier.

Kritiker, die "absolut keine Ahnung haben, wie gut wir Warmbier unter humanitären Bedingungen behandelt haben", unterstellten Nordkorea nun Misshandlung und Folter, sagte der Sprecher.

Der Student war im März 2016 in Nordkorea zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt worden, weil er in einem Hotel ein Propagandaposter gestohlen hatte. Kurz nach seiner Inhaftierung fiel er ins Koma, aus dem er nicht mehr erwachte.

In der vergangenen Woche wurde er von Nordkorea aus "humanitären Gründen" freigelassen. Kurz nach seiner Ankunft in der Heimat starb der 22-Jährige.

Der Tod Warmbiers hat die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea weiter verschärft. US-Präsident Donald Trump verurteilte das "brutale Regime" in Pjöngjang und erklärte, er sei entschlossen, künftig "derartige Tragödien zu verhindern".

Alltag in Nordkorea (Juni 2017):

Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Frau radelt in der Hauptstadt Pjöngjang.
16 Bilder
Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Frau steht an einem Kiosk in Pjöngjang, der Blumen und Geschenke verkauft.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Diese Frauen schützen sich mit Schirmen gegen die Sonneneinstrahlung.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Frau steht in einem Kiosk, der Esswaren und Getränke verkauft.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Buben schauen aus einem Fenster eines Elektro-Busses, dem häufigsten öffentlichen Verkehrsmittel.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Bauern beim Pflanzen auf einem Feld neben einem Highway.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Bauern in einem Reisfeld.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Velofahrer und Fussgänger in der Hauptstadt Pjöngjang nach Feierabend.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Schulkinder pflegen einen Rasen.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Schulkinder pflegen einen Rasen.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine ältere Frau folgt Kindern, die ein Fahrrad stossen.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Fahrränder vor einem Restaurant.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Schulband performt an einem Feierabend.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Schulband performt an einem Feierabend.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Ein Bauer beim Säen in einem Reisfeld.
Alltag in Nordkorea - Impressionen Ein Bauer in einem Reisfeld.

Alltag in Nordkorea - Impressionen Eine Frau radelt in der Hauptstadt Pjöngjang.

Wong Maye-E