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Öldesaster: Falsche BP-Pressestelle stellt Konzern bloss

Im Newsnetzwerk Twitter sorgt eine falsche Pressestelle des Ölmultis BP für Lacher. Die träfen Sprüche der anonymen Twitterer zeigen das Versagen BPs im Öldesaster im Golf von Mexiko. Und sie haben viel mehr Publikum, als die offizielle BP-Pressestelle.

Christian Bütikofer
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Die besten Sprüche der falschen BP-Mediensprecher
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Die gute Nachricht: Meerjungfrauen gibt es wirklich. Die schlechte Nachricht: Sie sind jetzt ausgestorben. BP Fake-Plakat 2
Ein Vogel hat mir gerade mein Sandwich geklaut! Alles was dir angetan wird, hast du verdient, Natur! BP Fake-Plakat 3
Das Meer schaut heute besser aus. Der schwarze Anzug steht ihm ausgezeichnet! BP Fake-Plakat 4
Du weisst, was man vom Meer sagt: Wenn es mal schwarz wird, kommt es nie mehr zurück. BP Fake-Plakat 5
Schaut so aus, als hätte die Erde einen Schönheitsfleck! Ohlalaa! BP Fake-Plakat 6
Bitte helft uns, unsere Marke neu zu erfinden. Wir nennen den Unfall nicht mehr eine Ölkatastrophe, jetzt ist es eine lustige Südstaaten-Party. BP Fake-Plakat 7
Jetzt kommt jeder Thunfisch der Golfküste standardmässig in Öl eingelegt. BP Fake-Plakat 8

Die besten Sprüche der falschen BP-Mediensprecher

«Terry» bedient ein Publikum von über 70'000 Leuten: Auf seinem Twitter-Konto @BPGlobalPR verbreitet er in regelmässigen Abständen Sätze mit tiefschwarzem Humor. Dabei geht es immer um die Situation im Golf von Mexiko, wo nach dem Absinken einer Bohrplattform, die der BP-Konzern nutzte, seit Wochen Öl das Meer verschmutzt.

Je hilfloser sich BP gebärdet oder die Verantwortung von sich schiebt, desto träfere «Presse-Communiqués» verschickt «Terry». Mit jedem Tag verfolgen ihn mehr Leute, die bei Twitter ein Konto haben. Ganz im Gegensatz zum offiziellen PR-Konto von BP, das magere 7000 Personen verfolgen.

Gefälschte PR hat Kultpotential

BP gefällt die Aktion des Twitterers gar nicht, werden sie doch immer wieder von Presseleuten grosser Medienhäuser darauf angesprochen, wie zuletzt von CNN. Offenbar versucht BP nun, das Konto des wilden Twitterers abzuschalten. Ob das Bild von BP in der Öffentlichkeit danach besser wird, daran darf gezweifelt werden. Die Aktionen der falschen Medienflüsterer haben das Potential zum Kult: Etliche Webseiten bieten die PR-Slogans inzwischen zum Download an.

Mehr: Das falsche BP-Twitter-Konto

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