Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Opfer von Anschlag in Halle sind identifiziert – Bundespräsident Steinmeier besucht Synagoge

Bei den erschossenen Opfern in Halle handelt es sich um einen 20-jährigen Mann und eine 40-jährige Frau. Einen Tag nach dem Anschlag in Halle im Bundesland Sachsen-Anhalt sind die Opfer identifiziert. Derweil besuchte der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Tatort.
)Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r.) besucht mit seiner Frau die Synagoge in Halle. Bild: Keystone/Jens Meyer (Halle, 19. Oktober 2019)

)Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (3.v.r.) besucht mit seiner Frau die Synagoge in Halle. Bild: Keystone/Jens Meyer (Halle, 19. Oktober 2019)

(sda/spe) Bei den beiden Opfern des Anschlags in Halle vom Mittwochmittag handelt es sich um eine 40 Jahre alte Frau aus Halle und einen 20 Jahre alten Mann aus Merseburg. Dies habe die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfahren, berichtet das Newsportal focus.de. Die Frau wurde demnach vor der Snagoge erschossen, der Mann in einem nahen Dönerladen. Weiter hat der Täter auf seiner Flucht ein Ehepaar verletzt, das im Krankenhaus behandelt wird. Beim Ehepaar handelt es sich um eine 40-jährige Frau und einen 41-jährigen Mann.

Bundespräsident besucht Tatort

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier trug am Donnerstag einen Kranz zur Synagoge. Steinmeier kam in Begleitung von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff. Der Bundespräsident forderte ein Aufstehen gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus.

Wer jetzt noch einen Funken Verständnis zeige für Rechtsextremismus und Rassenhass und politisch motivierte Gewalt gegen Andersdenkende und Andersgläubige rechtfertige, «der macht sich mitschuldig», sagte Steinmeier.

«Die Geschichte mahnt uns, die Gegenwart fordert uns», sagte Steinmeier. «Wir müssen Haltung zeigen zum Verhältnis zu den jüdischen Mitmenschen.» Nach seiner Überzeugung wolle die grosse Mehrheit in Deutschland, dass jüdisches Leben zu diesem Land gehöre. «Das müssen wir zeigen - und nicht nur in diesen Tagen», forderte der Bundespräsident. «Wir müssen dauerhaft zusammenstehen gegen Gewalt, wie sie sie gestern hier erlebt haben.» Jüdisches Leben müsse geschützt werden.

Ein schwerbewaffneter mutmasslicher Rechtsextremist hatte am Mittwoch versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Sein Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt hat.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.