Betrugsfall
Paar gab sich nach zwei Anschlägen in Frankreich als Terror-Opfer aus

Nach den schweren Anschlägen in Frankreich hat sich ein Paar als Opfer ausgegeben, um staatliche Entschädigungen zu kassieren - ein Gericht im südfranzösischen Grasse verurteilte die beiden am Mittwochabend wegen versuchten Betrugs zu vier und sechs Jahren Gefängnis.

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Gleich zweimal gab sich das Paar als Opfer von Terrorattacken aus – und wurde nun zu einer Haftstrafe verurteilt.

Gleich zweimal gab sich das Paar als Opfer von Terrorattacken aus – und wurde nun zu einer Haftstrafe verurteilt.

Screenshot/Twitter

Der 36-jähriger Mann und seine 29-jährige Partnerin hatten sich nach dem Anschlag von Nizza vom 14. Juli 2016 an einen staatlichen Entschädigungsfonds gewandt, um Opferhilfen zu bekommen. Mitarbeiter des Fonds wurden aber stutzig, weil sich das Paar bereits nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 als Opfer ausgegeben und zusammen 60'000 Euro erhalten hatte.

Die eingeschalteten Ermittler konnten nachweisen, dass sich das Paar während der Pariser Anschläge in Wahrheit in Südfrankreich aufhielt. Der Mann und die Frau wurden deswegen im Dezember 2016 zu Haftstrafen verurteilt.

Später gaben die beiden zu, auch nach dem Anschlag von Nizza mit 86 Toten gelogen zu haben - sie befanden sich zum Zeitpunkt der Lastwagen-Attacke gar nicht in der Stadt. Dafür wurden sie nun zu einer weiteren Haftstrafe verdonnert.

Bilder des terroristischen Anschlags in Nizza:

Nizza-Anschlag
47 Bilder
Gedenkstätte für die Opfer an der Promenade des Anglais
Die Spuren der schrecklichen Tat sind auch am Samstag noch sichtbar und es werden Blumen für die Verstorbenen niedergelegt
Die Promenade es Anglais wurde am Samstag wieder geöffnet
Die Spuren der schrecklichen Tat sind auch am Samstag noch sichtbar und es werden Blumen für die Verstorbenen niedergelegt
Die Menschen trauern um die 84 Opfer des Attentats in Nizza.
Das Attentat geschah auf der berühmten Promenade des Anglais der Küstenstadt Nizza.
Mohamed Lahouaiej Bouhlel: Der Attentäter von Nizza.
Am Tag nach der Tat: Die Spurensicherung ist im Einsatz.
Nizza am Tag danach. Links das Meer, rechts die Promenade des Anglais, wo es zur schrecklichen Tat kam.
Ein Frau und ihre Tochter legen Blumen nieder - zum Gedenken an die Opfer.
Trauer um die Opfer am Tag nach dem Attentat von Nizza.
Trauer um die Opfer am Tag nach dem Attentat von Nizza.
Die Tat am Donnerstagabend: Ein junger Franzose tunesischer Herkunft raste mit einem gemieteten Lastwagen in eine Menschenmenge.
Panik in Nizza während der Tat: Menschen flüchten weg vom Unglücksort.
Mindestens 84 Menschen sterben. (Stand Freitag, 18 Uhr)
Der LKW des Attentäter ist übersät mit Einschusslöchern. Es kam zur Schiesserei mit Beamten.
Polizisten erschiessen den Attentäter schliesslich.
Deutlich zu sehen sind die Einschusslöcher.
Kurz nach der Tat nimmt die Spurensicherung ihre Arbeit auf.
Hollande macht sich kurz darauf im Präsidentenjet auf den Weg zum Krisenstab in Paris.
Am Freitag ist klar: Beim Täter handelt es sich um einen 31-jährigen Tunesier mit Wohnsitz in Nizza.
Im März war er wegen Bedrohung, Gewalt, Diebstahls und Sachbeschädigung zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden.
Trauer um die Opfer am Tag nach der Tat.
Französische Polizisten in der Nähe des Orts, wo der Lastwagen des Attentäter zum Stillstand kam.
Für die Spurensicherung geht die Arbeit am Freitag weiter.
Für die Menschen in Nizza ist die Tat unfassbar.

Nizza-Anschlag

Keystone