Steueroasen
«Panama Papers» – so werden mit Briefkastenfirmen Steuern hinterzogen

Die Affäre «Panama Papers» brachte es wieder einmal an den Tag. Briefkastenfirmen dienen auch der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung. Wie das geht? Dieses Cards erklärt es.

Jürg Krebs
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Der Geschäftssitz der Anwaltsfirma Mossack Fonseca, deren Daten über die Besitzer von Briefkastenfirmen Dutzenden Medien zugespielt wurden.

Der Geschäftssitz der Anwaltsfirma Mossack Fonseca, deren Daten über die Besitzer von Briefkastenfirmen Dutzenden Medien zugespielt wurden.

KEYSTONE/EPA EFE/ALEJANDRO BOLIVAR

Die Aufdeckung von mehr als 214'000 Briefkastenfirmen von Politikern und Sportstars in Panama durch ein internationales Journalistennetzwerk hat weltweit Regierungen auf den Plan gerufen. Politiker in Europa fordern ein härteres Vorgehen gegen Steuerflucht und Geldwäscherei.

Behörden in mehreren Staaten leiteten am Montag Untersuchungen ein. Die Bankenaufseher in der Schweiz, in Deutschland, Österreich und Schweden kündigten an, die Rolle heimischer Institute bei solchen Geschäften zu überprüfen.

Panamas Staatschef Juan Carlos Varela sagte volle Kooperation seines Landes bei der Aufklärung zu. Die Staatsanwaltschaft Panamas leitete Ermittlungen zu den Vorwürfen ein. Unklar blieb einen Tag nach der Veröffentlichung, ob die mit einem Datenleck bekanntgewordenen Geschäftstätigkeiten unrechtmässig sind.

Die in den "Panama Papers" genannten Unternehmen sollen zum Teil von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründet worden sein. Die Kanzlei wehrt sich gegen Vorwürfe und hält die Abschöpfung der Daten für strafbar.

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