PARIS: Arbeit an neuer «Charlie Hebdo»-Ausgabe beginnt

Zwei Tage nach dem tödlichen Anschlag auf «Charlie Hebdo» haben überlebende Mitarbeiter des Satire-Magazins mit der Arbeit an der nächsten Ausgabe begonnen. Die Journalisten nutzten dafür am Freitag Räume der Zeitung «Libération».

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Premierminister Manuel Valls statteten der Redaktion von «Libération» einen Besuch ab, um ihre Solidarität mit den Journalisten zu bekunden. (Bild: Keystone)

Premierminister Manuel Valls statteten der Redaktion von «Libération» einen Besuch ab, um ihre Solidarität mit den Journalisten zu bekunden. (Bild: Keystone)

«Wir empfangen sie bei uns, denn sie haben noch nicht einmal mehr einen Stift», sagte Pierre Fraidenraich von «Libération». «Ihre Computer und ihre gesamte Ausrüstung wurden versiegelt.» Premierminister Manuel Valls und Kulturministerin Fleur Pellerin statteten der Redaktion einen Besuch ab, um ihre Solidarität mit den Journalisten zu bekunden.

Die eigentlichen Büros von «Charlie Hebdo» befinden sich nur ein paar Strassen entfernt. Am Mittwoch waren zwei schwer bewaffnete Attentäter in die Redaktionsräume eingedrungen und hatten dort und auf ihrer Flucht zwölf Menschen getötet. Unter den Todesopfern waren mehrere Zeichner des für seine islamkritischen Karikaturen bekannten Satire-Magazins. Die mutmasslich islamistischen Täter hatten gerufen, sie hätten mit ihrem Anschlag den Propheten Mohammed gerächt.

Unter denjenigen, die an der neuen Ausgabe arbeiten, sind der Kolumnist Patrick Pelloux und dessen Anwalt Richard Malka. Malka hatte angekündigt, die Sonderausgabe von «Charlie Hebdo» am kommenden Mittwoch werde statt der üblichen 60'000 Exemplare eine Auflage von einer Million haben.

Ein Mann und eine Frau halten in Lausanne die Titelseite des heute (14.1.2015) in Millionenauflage erschienenen Ausgabe von «Charlie Hebdo» in die Kamera. Ausserdem halten sie ein Plakat auf dem steht: «Ich bin ein Muslim. Ich bin gegen Terrorismus.» (Bild: EPA/SANDRO CAMPARDO)
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Ein Mann hält in Lausanne ein Plakat und einen Stift in die Luft, um an die Opfer des Attentats in Paris zu gedenken. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
Menschen mit Plakaten in Lausanne: «Je suis Ahmed» (Ich bin Ahmed) ist darauf zu lesen. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
Gedenkfeier in Lausanne am 14. Januar 2015. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
In Lausanne gedenken Hunderte der Opfer. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
Menschen gehen in Lausanne auf die Strasse. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
Menschen gedenken der Attentat-Opfer in Lausanne. (Bild: SANDRO CAMPARDO)
Guatemala: Ein Mädchen hält ein Schild mit dem Slogan "Je suis Charlie" in die Höhe. (Bild: Keystone)
Kundgebung auf der Dominikanischen Republik. (Bild: Keystone)
In Mexiko zündet eine Fraue Kerzen an für die Opfer von Paris. (Bild: Keystone)
Mexiko: Mann mit dem Slogan der Kundgebung. (Bild: Keystone)
Die Zeitung "El Periodico" aus Guatemala widmet ihre Titelseite der Opfer von Paris. (Bild: Keystone)
Kundgebungen in Barsilien. (Bild: Keystone)
Rio de Paz, Brasilien: Hier mit dem Motto "Rio est Charlie". (Bild: Keystone)
Kerzen für die Opfer auch in Budapest. (Bild: Keystone)
Holland: Viele Menschen versammeln sich auch in Rotterdam. (Bild: Keystone)
Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte an einer Kundgebung. (Bild: Keystone)
Auch in Tschechien brennen Kerzen für die Opfer aus Frankreich. (Bild: Keystone)
Kerzen der Anteilnahme in Budapest. (Bild: Keystone)
Kerzen und Spruchbänder in Berlin: Je suis Charlie, aber niemals Pegida. (Bild: Keystone)
Belgrad: Auch hier wird die Anteilnahme kund getan. (Bild: Keystone)
Nach der Attacke auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" haben Menschen in Gedenken an die Opfer ein Plakat mit der Aufschrift "Je suis Charlie" sowie Kerzen aufgestellt in Paris. (Bild: Keystone)
Französische Soldaten patrouillieren am Bahnhof Montparnasse in Paris. (Bild: Keystone)
Vor der französischen Botschaft in Berlin haben Menschen Rosen hingelegt. (Bild: Keystone)
Ein Mann entzündet eine Kerze vor der französischen Botschaft in Prag. (Bild: Keystone)
Solidaritätskundgebung vor dem Brandenburger Tor in Berlin. (Bild: Keystone)
Menschen nehmen an einer Solidaritätskundgebung in Genf teil. (Bild: Keystone)
Solidaritätskundgebung für die Attentatsopfer in Genf. (Bild: Keystone)

Ein Mann und eine Frau halten in Lausanne die Titelseite des heute (14.1.2015) in Millionenauflage erschienenen Ausgabe von «Charlie Hebdo» in die Kamera. Ausserdem halten sie ein Plakat auf dem steht: «Ich bin ein Muslim. Ich bin gegen Terrorismus.» (Bild: EPA/SANDRO CAMPARDO)

sda