PARIS: Der Ablauf der Anschlagserie in Paris

Bei fast zeitgleichen Anschlägen an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris sind am Freitagabend mindestens 120 Menschen getötet worden. Ein Überblick zum Ablauf der Ereignisse in der französischen Hauptstadt.

Drucken
Teilen
Franlreichs Präsident Francois Hollande macht sich ein Bild vom Geschehen beim Konzertsaal Bataclan, wo über 100 Personen dem Terroranshlag zum Opfer fielen. (Bild: AP/Thibault Camus)

Franlreichs Präsident Francois Hollande macht sich ein Bild vom Geschehen beim Konzertsaal Bataclan, wo über 100 Personen dem Terroranshlag zum Opfer fielen. (Bild: AP/Thibault Camus)

Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)
24 Bilder
Die Fassungslosigkeit steht diesen Rettungskräften ins Gesicht geschrieben. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Mann hält die «Tricolore» hoch. (Bild: AP/Gregor Fisher)
Polizeipräsident vor dem Musiktheater Bataclan, wo über 100 Personen dem Attentat zum Opfer fielen. (Bild: JULIEN WARNAND)
Alleine im Konzertsaal Bataclan gibt es weit über 100 Todesopfer zu beklagen. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Ein Opfer des Terroranschlages liegt vor dem «Bataclan». (Bild: EPA/Yoan Valat)
Überlebende des Terroranschlags im Bataclan werden von den Sanitätern betreut. (Bild: Thibault Camus)
Polizeikräfte vor dem  Bataclan, in dem beim Anschlag weiter über hundert Konzertbesucher ums Leben kamen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON)
Mehrere hundert Polizeikräfte standen nach dem Anschlag im Konzertsaal Bataclan im Einsatz. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Opfer des Terroranschlags sind umgeben von Polizei und Rettungskräften. (Bild: AP/Jacques Brinon)
Vor einem Cafe in Paris liegen zwei Todesopfer des Terroranschlags. (Bild: AP/Thibault Camus)
Sanitäter im Einsatz vor einem Restaurant in Paris. (Bild: AP/Thibault Camus)
Ein verwundeter Mann wird in den Rettungswagen getragen. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Verletzter wird vom Rettungsdienst erstversorgt. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Polizisten bei der Spurensicherung, Opfer des Anschlags sind mit Tüchern bedeckt. (Bild: AP/Thibault Camus)
Verwundete werden aus dem Stade de France geleitet. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Verwundete werden vor dem Stade de France  durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Verwundete werden vor dem Stade de France  durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: AP/Michel Euler)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)

Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)

Gegen 21.20 Uhr ereignen sich in Paris fast zeitgleich mehrere Schiessereien und Explosionen.

Die Umgebung des Stade de France im Norden von Paris, wo gerade vor 80'000 Zuschauern das Fussball-Länderspiel Frankreich gegen Deutschland ausgetragen wird, wird von drei Explosionen erschüttert.

Schwer bewaffnete Angreifer stürmen in die Konzerthalle Bataclan in der Innenstadt. Sie rufen «Allah Akbar» (Gott ist gross), schiessen wahllos in die Menge und nehmen Geiseln.

In der Rue de la Fontaine au Roi nicht weit vom Platz der Republik werden auf der Terrasse der Pizzeria «La Casa Nostra» fünf Menschen getötet.

Am Boulevard Voltaire auf der anderen Seite vom Platz der Republik gibt es einen weiteren Angriff mit einem Toten. 

Etwas weiter nördlich kommt es an der Ecke der Strassen Bichat und Alibert zu Schüssen auf der Terrasse des Restaurants «Le Petit Cambodge». Dort werden 14 Menschen getötet.

In der Rue de Charonne etwas weiter östlich hören Augenzeugen zwei bis drei Minuten lang Schüsse. 18 Menschen werden getötet.

Präsident François Hollande, der noch vor Ende des Fussballspiels aus dem Stadion in Sicherheit gebracht wurde, trifft gegen 22.30 Uhr zu einer ersten Krisensitzung im Innenministerium ein.

Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen. 

Um 22.43 Uhr werden mindestens 35 Tote gemeldet.

Die Pariser Spitäler setzen einen Notfall- und Krisenplan in Kraft. 

Um 00.01 Uhr verhängt Hollande für ganz Frankreich den Ausnahmezustand. In einer Fernsehansprache spricht er von dutzenden Toten und vielen Verletzten: «Es ist entsetzlich.»

Um 00.15 Uhr kommt das Kabinett zu einer Krisensitzung im Elysée-Palast zusammen.

Mehrere Métro-Stationen werden geschlossen. 

Hollandes Sozialisten, die konservativen Republikaner von Ex-Präsident Nicolas Sarkozy und die rechtsextreme Front National setzen den Wahlkampf für die Regionalwahlen aus. 

Um 00.30 Uhr stürmen Einsatzkräfte der Polizei das Bataclan. 

Die Schulbehörde ordnet an, dass Schulen und Universitäten am Samstag geschlossen bleiben. 

Das Bildungsministerium untersagt für dieses Wochenende alle Klassenausflüge. 

Um 01.11 Uhr vermeldet die Polizei rund hundert Tote im Bataclan.

Hollande fährt zusammen mit Premierminister Manuel Valls, Innenminister Bernard Cazeneuve und Justizministerin Christiane Taubira zum Bataclan.

Der Präsident der Nationalversammlung, Claude Bartolone, ruft zur nationalen Einheit auf. 

Der französische Rat des Muslimischen Glaubens verurteilt die Anschläge auf das Schärfste. 

Der Elysée-Palast verkündet die Mobilisierung von 1500 zusätzlichen Soldaten, um die Sicherheitsvorkehrungen in der Hauptstadt zu verstärken.

Das Innenministerium richtete eine Telefon-Hotline ein. 

Hollande ruft am Bataclan einen «erbarmungslosen» Kampf gegen den Terrorismus aus. 

Nachdem Hollande zuvor eine Schliessung der Grenzen verkündet hatte, stellt das Aussenministerium klar, dass es sich lediglich um verschärfte Grenzkontrollen handelt. 

Die Staatsanwaltschaft gibt eine neue Opferzahl von mindestens 120 Toten bekannt. 

Um 03.00 Uhr geben Ermittler bekannt, dass am Stade de France vier Menschen getötet wurden, darunter drei Attentäter. 

Auch die vier Attentäter im Bataclan sind tot. Drei von ihnen töteten sich nach Polizeiangaben selbst, indem sie Sprengstoffgürtel zündeten.

sda