PARIS: Polizisten erschiessen Mann vor Polizeistation

Vor einem Pariser Polizeirevier haben Polizisten am Donnerstag einen Mann erschossen, der in das Gebäude eindringen wollte. Zuvor soll der Mann einen Beamten attackiert und «Allahu Akbar» gerufen haben.

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Polizisten bewachen den Ort, an dem die Schüsse gefallen sind. (Bild: AP Photo)

Polizisten bewachen den Ort, an dem die Schüsse gefallen sind. (Bild: AP Photo)

Der Mann war mit einem Messer bewaffnet, wie das französische Innenministerium mitteilte. Entgegen erster Befürchtungen trug er aber keine Sprengstoffweste. Vielmehr handelte es sich lnnenministerium um eine «Attrappe».

Der Mann habe unter seiner Jacke eine Vorrichtung getragen, aus der ein Draht herausgekommen sei. Sprengstoffe habe sich dort aber nicht befunden.

Angreifer wollte einen Polizisten attackieren

Der Vorfall geschah in einem Problemviertel im nördlichen 18. Pariser Bezirk. Beamte erschossen den Mann, als er versuchte, am Eingang des Kommissariats einen Beamten zu attackieren, wie ein Ministeriumssprecher sagte. Ein Zeuge sagte der Nachrichtenagentur AFP, er habe «zwei oder drei Schüsse» gehört.

Die Rue de la Goutte d'Or, in der sich das Polizeirevier befindet, wurde abgeriegelt. Ausserdem waren Sprengstoffexperten der Polizei im Einsatz, um das Gebiet zu sichern. Innenminister Bernard Cazeneuve begab sich zum Polizeirevier. Der Angriff ereignete sich am ersten Jahrestag des Anschlags auf die französische Satirezeitung «Charlie Hebdo» mit zwölf Toten.

sda