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PARIS: Ruag erhält zwei neue Grossaufträge

Der Technologie- und Rüstungskonzern Ruag hat zwei neue Grossaufträge erhalten. Zum einen wird die Ruag zehn Nutzlastverkleidungen für die kleine europäische Trägerrakete Vega liefern. Zum anderen wird der Konzern die Strukturen und meteorologische Instrumente für Wettersatelliten bauen.
Mitarbeiter der Ruag in Emmen bei der Arbeit. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Mitarbeiter der Ruag in Emmen bei der Arbeit. (Bild: Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Der Satellitenauftrag habe ein Gesamtvolumen von rund 60 Mio. Euro, teilte die Ruag am Mittwoch in einem Communiqué mit. Über das Vertragsvolumen des Nutzlastverkleidungsauftrags sei Stillschweigen vereinbart worden. Die Aufträge wurden an der Pariser Luft- und Raumfahrtmesse in Le Bourget unterschrieben.

Die knapp acht Meter hohen Nutzlastverkleidungen schützen die Satelliten in der Trägerrakete vor dem Start vor hohen Temperaturen, Sonneneinstrahlung, Staub, Feuchtigkeit oder Regen am Startplatz.

Während der ersten Flugminuten bewahren sie die Satelliten vor allem vor Lärm, der enormen Reibungshitze und den mechanischen Lasten. Wenn die Trägerrakete nach knapp vier Flugminuten die Atmosphäre hinter sich gelassen hat, wird die Nutzlastverkleidung nicht mehr benötigt und abgesprengt.

Neue Produktionshalle

Die Nutzlastverkleidungen werden nicht mehr wie bisher in Zürich, sondern in Emmenproduziert. Dort entstehe derzeit eine rund 5000 Quadratmeter grosse Produktionshalle, die im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen solle, hiess es weiter.

Dagegen werden in Zürich die Strukturen für die zweite Generation der europäischen Metop-Wettersatelliten gefertigt. Und in Schweden werden die meteorologischen Instrumente für die Metop-Satelliten gebaut.

Neben den weit bekannteren Meteosats sind die Metop-Satelliten das zweite Standbein im europäischen Wettersatellitenverbund. Während die Meteosats die Erde aus ihrer geostationären Position in 36'000 Kilometern Höhe grossräumig beobachten, umrunden die Metops die Erde in nur etwa 800 km Höhe. Dabei erfassen sie relativ kleine Bereiche der Erdatmosphäre mit hoher Genauigkeit.

sda

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