PARIS/BERLIN: Merkel: Angriff in Paris trifft uns alle

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat der französischen Regierung angesichts der Anschlagsserie in Paris «jedwede» Unterstützung zugesichert. Dieser «Angriff auf die Freiheit» gelte nicht nur Paris, «er meint uns alle und er trifft uns alle», sagte Merkel am Samstag in Berlin.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror.»

Bundeskanzlerin Angela Merkel: «Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror.»

«Deshalb werden wir gemeinsam die Antwort geben.» Sie werde im Laufe des Samstag mit den zuständigen Ministern zusammenkommen, um die weitere Entwicklung in Frankreich und alle damit verbundenen Fragen zu erörtern, kündigte die Kanzlerin an. Deutschland werde alles tun, um Frankreich bei der Jagd auf die Täter und Hintermänner zu helfen.

Merkel nannte die Anschlagsserie einen «Alptraum von Gewalt, Terror und Angst» und versicherte den betroffenen Opfern, Familien und Angehörigen die Anteilnahme der Regierung. «Wir deutschen Freunde fühlen uns Ihnen so nah, wir weinen mit Ihnen.»

Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)
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Die Fassungslosigkeit steht diesen Rettungskräften ins Gesicht geschrieben. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Mann hält die «Tricolore» hoch. (Bild: AP/Gregor Fisher)
Polizeipräsident vor dem Musiktheater Bataclan, wo über 100 Personen dem Attentat zum Opfer fielen. (Bild: JULIEN WARNAND)
Alleine im Konzertsaal Bataclan gibt es weit über 100 Todesopfer zu beklagen. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Ein Opfer des Terroranschlages liegt vor dem «Bataclan». (Bild: EPA/Yoan Valat)
Überlebende des Terroranschlags im Bataclan werden von den Sanitätern betreut. (Bild: Thibault Camus)
Polizeikräfte vor dem  Bataclan, in dem beim Anschlag weiter über hundert Konzertbesucher ums Leben kamen. (Bild: CHRISTOPHE PETIT TESSON)
Mehrere hundert Polizeikräfte standen nach dem Anschlag im Konzertsaal Bataclan im Einsatz. (Bild: EPA/Christophe Petit Tesson)
Opfer des Terroranschlags sind umgeben von Polizei und Rettungskräften. (Bild: AP/Jacques Brinon)
Vor einem Cafe in Paris liegen zwei Todesopfer des Terroranschlags. (Bild: AP/Thibault Camus)
Sanitäter im Einsatz vor einem Restaurant in Paris. (Bild: AP/Thibault Camus)
Ein verwundeter Mann wird in den Rettungswagen getragen. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Ein Verletzter wird vom Rettungsdienst erstversorgt. (Bild: EPA/Etienne Laurent)
Polizisten bei der Spurensicherung, Opfer des Anschlags sind mit Tüchern bedeckt. (Bild: AP/Thibault Camus)
Verwundete werden aus dem Stade de France geleitet. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Polizisten riegeln das Gelände rund um das  Stade de France ab. (Bild: AP/Michel Euler)
Verwundete werden vor dem Stade de France  durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Verwundete werden vor dem Stade de France  durch Sanitäter erstversorgt. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: AP/Michel Euler)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)
Einsatzkräfte vor dem Stade de France. (Bild: EPA/Ian Langsdon)

Eine der überlebenden Konzertbesucherinnen des Terroranschlages im Bataclan. (Bild: AP/Thibault Camus)

Die Toten und Verletzten der Anschlagsserie «wollten das Leben freier Menschen leben, in einer Stadt, die das Leben feiert», sagte die Kanzlerin weiter. Sie seien auf Mörder getroffen, «die genau dieses Leben in Freiheit hassen».

Merkel verwies in ihrer Ansprache auf europäische Werte: «Wir glauben an das Recht jedes Einzelnen, sein Glück zu suchen und zu leben, an den Respekt vor dem Anderen und an die Toleranz. Wir wissen, dass unser freies Leben stärker ist als jeder Terror.»

Der SPD-Vorsitzende und Vize-Kanzler Sigmar Gabriel erklärte am Samstag in Berlin, er sei «tief erschüttert», die Terroranschläge in Paris «richten sich gegen uns alle». Deutschland stehe an der Seite Frankreichs gegen diesen «fanatischen Terrorismus» und unterstütze die Regierung Frankreichs im Kampf gegen den Terrorismus.

«Wir Demokraten halten zusammen, wir werden Demokratie und Freiheit verteidigen. Hass, Gewalt und Angst dürfen keinen Platz haben, wir werden uns niemals dem Terror beugen», erklärte Gabriel.

Bei den fast zeitgleichen Angriffen an mindestens sechs verschiedenen Orten in Paris wurden in der Nacht zum Samstag mindestens 127 Menschen getötet.

sda