PHILIPPINEN: Gut die Hälfte der Spendengelder eingesetzt

Ein Jahr nach dem Taifun «Haiyan» hat die Glückskette bereits mehr als die Hälfte der gesammelten Spendengelder auf den Philippinen eingesetzt. Mit verschiedenen Projekten versuchen Partnerhilfswerke, das Leben für die Betroffenen wieder ertragbar zu machen.

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Notdürftig wieder aufgebaute Hütten bei der Stadt Tacloban in den Philippinen (Bild: Keystone)

Notdürftig wieder aufgebaute Hütten bei der Stadt Tacloban in den Philippinen (Bild: Keystone)

Zwei philippinische Schulkinder vor den zerstörten und notdürftig wieder aufgebauten Hütten in ihrem Dorf in der östlichen Provinz Samar. (Bild: Keystone)
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Die Zerstörungen durch den Taifun sind an vielen Orten noch sichtbar: Ein Bub auf einem hölzernen Steg im Dorf Palaypay. (Bild: Keystone)
Nach der Naturkatastrophe haben sich die Menschen an vielen Orten zusammengetan und Hilfsorganisationen gegründet. (Bild: Keystone)
Die Schwestern Sarah Songalia (links) und ihre jüngere Schwester Veronica Saavedra erinnern sich unter Tränen an die Angst und ihre Erlebnisse während des Sturms. (Bild: Keystone)
Veronica Saavedra  und ihre Schwester Sarah Songalia in ihrem zerstörten Haus in Tanauan. (Bild: Keystone)
In der Stadt Tacloban wurden die Häuser durch Haiyan zerstört und notdürftig wieder aufgebaut. Mehr als 7300 Menschen verloren ihr Leben im Jahrhundertsturm (Bild: Keystone)
Das Dorf Palaypay war nahezu zerstört und wurde jetzt notdürftig wieder aufgebaut. (Bild: Keystone)
Sie haben überlebt und sind immer noch am Überleben: Eine philippinische Familie ein Jahr nach dem Supersturm. (Bild: Keystone)
Das Haus einer philippinischen Familie wurde notdürftig wieder aufgebaut. (Bild: Keystone)
Auch ein Jahr nach dem Taifun dienen immer noch Zelte des UNHCR als Notunterkunft für viele Menschen. (Bild: Keystone)
Opfer des Taifuns: Gerardo Barcilla erzählt in einem Interview von seinen Erlebnissen - ohne Tränen geht das auch ein Jahr nach dem Sturm noch nicht. Der 47-jährige Fischer verlor seinen Sohn, sein Haus und sein Boot. (Bild: Keystone)
Beten und an die Opfer erinnern: Frauen während einer Messe in Tanauan. (Bild: Keystone)
Kinder machen das Beste aus der Situation: Sie leben seit dem Sturm in einer notdürftigen Unterkunft unter einer Brücke. (Bild: Keystone)
Überlebende zeigen ihre Dankbarkeit für alle Hilfe auf einem Plakat. (Bild: Keystone)
Die internationale Hilfsorganisation "Action Against Hunger" ist nach wie vor in den Philippinen präsent. (Bild: Keystone)

Zwei philippinische Schulkinder vor den zerstörten und notdürftig wieder aufgebauten Hütten in ihrem Dorf in der östlichen Provinz Samar. (Bild: Keystone)

42,3 Millionen Franken sammelte die Glückskette in den Monaten nach der verheerenden Naturkatastrophe. 25 Millionen Franken flossen bisher in 16 verschiedene Projekte. Das Schweizerische Rote Kreuz, Caritas, HEKS, Medair, Solidar Suisse und Terre des hommes - Kinderhilfe und ADRA setzen diese vor Ort um.

Momentan werden auf der Insel Batayan im Norden der Provinz Cebu vier Schulhäuser errichtet. Diese Bemühungen schliessen sich an die Nothilfephase an, während der mehr als 42'000 Haushalte mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt wurden. Auch wurden in dieser Phase Kits mit Werkzeugen und Material verteilt. Somit konnten provisorische Unterkünfte rasch gebaut werden.

Neben den laufenden Wiederaufbauprojekten haben die Partnerhilfswerke der Glückskette auch Programme für wirtschaftliche Aktivitäten lanciert, um den am stärksten Betroffenen ein angemessenes und nachhaltiges Einkommen zu ermöglichen. Einige Projekte werden deshalb noch mehrere Jahre weitergeführt.

Nach dem Taifun ist vor dem Taifun

Dazu gehört auch die Katastrophenprävention. «Die Häuser werden so gebaut, dass sie Windspitzen bis 200 Stundenkilometern widerstehen könnten», sagt Glückskette-Direktor Tony Burgener im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda. Zwar seien die Behausungen grösstenteils weiterhin aus Holz, jedoch seien diese wetterresistenter als vor der Katastrophe. Dafür sorgten unter anderem Betonfundamente.

«Auch Reisfelder und Gärten müssen besser geschützt werden.» Zur Katastrophenprävention gehöre auch, dass den Leuten erklärt werde, was sie beim Bau von Unterständen beachten müssten. Burgener wünscht sich, dass dieser Aspekt auch vermehrt in die Entwicklungszusammenarbeit einfliesst, um eine langfristige Verbesserung zu erzielen.

sda