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US-Wahltalk zu Rassenunruhen in den USA: «Der Mordfall George Floyd könnte Donald Trump sogar nützen»

Der US-Präsident inszeniert sich während den Massenprotesten als heiliger Krieger. Sein Kontrahent Joe Biden wird einen schweren Stand haben. Der Video-Talk zum Chaos in Amerika.

Samuel Schumacher
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Samuel Schumacher, CH-Media-Auslandchef (links) im Gespräch mit Patrik Müller, Chefredaktor der CH-Media-Zentralredaktion.

Seit über einer Woche dauern die Massenproteste in Amerika gegen Polizeigewalt und Rassismus an. Dass sich die Wut über den Mord am Afroamerikaner George Floyd wie ein Lauffeuer auf der ganzen Welt verbreiten konnte, liegt auch an der Macht der Videobilder, die Augenzeugen vom Vorfall veröffentlicht haben.

Ein gefesselter Mann wird von Polizisten fast neun Minuten lang brutal zu Boden gedrückt, schreit nach seiner Mutter, sagt, er könne nicht atmen – und trotzdem hören die Polizisten nicht auf. «Das hat vor allem schwarze Amerikaner verständlicherweise in Rage versetzt», sagt CH-Media-Auslandchef Samuel Schumacher im US Wahltalk.

Patrik Müller, Chefredaktor der CH-Media-Zentralredaktion, sagt, es sei verwunderlich, dass nicht einmal die acht Jahre unter dem schwarzen Präsidenten Barack Obama eine Verbesserung der Situation für die Schwarzen in Amerika gebracht hätten. «Noch vor ein paar Monaten zweifelte niemand daran, dass Corona das dominierende Thema des Wahlkampfes sein wird. Jetzt ist mit den Rassenunruhen ein neues Thema auf dem Tisch, das die Wahlen entscheidend prägen wird.»

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