Thailand

Regierungsgegner erinnern in Bangkok an tödliche Zusammenstösse

Acht Monate nach den blutigen Unruhen in Bangkok sind am Freitag 10'000 Regierungsgegner zu einer Gedenkveranstaltung zusammengekommen. Die sogenannten Rothemden trafen sich am Demokratie-Denkmal.

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Tausende Regierungsgegner an Gedenkveranstaltung

Tausende Regierungsgegner an Gedenkveranstaltung

Keystone

Sie erinnerten an die Auseinandersetzungen mit Polizei und Armee vom 10. April, bei denen 20 Demonstranten und 5 Soldaten ums Leben gekommen waren. Die Armee zog sich damals zunächst zurück.

Sie beendete die wochenlangen Proteste schliesslich am 19. Mai unter Panzereinsatz. Insgesamt kamen bei den Protesten mehr als 90 Menschen ums Leben und über 1000 wurden verletzt.

Die Demonstranten waren Anhänger der Rothemden, die damals die Proteste anführten und einen Rücktritt der Regierung erzwingen wollten. "Wir verlangen echte Demokratie, nicht die Mogeldemokratie, die wir jetzt haben", sagte Sunthorn Mausing, ein 42-jähriger Arbeiter und Sympathisant der Rothemden aus der Provinz Udon Racthathani.

Die Rothemden - Anhänger des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin Shinawatra - halten die Regierung für illegal. Parteigänger der Rothemden hatten die Wahlen Ende 2007 gewonnen, doch konnten ihre Gegner ("Gelbhemden") ein Jahr später die Regierung bilden, weil eine Partei aus der ursprünglich rot dominierten Koalition im Parlament zur damaligen Opposition überlief.