Rom rüstet sich für Ansturm von Pilgern

Zahlreiche prominente Gäste und Zehntausende Pilger werden am Mittwoch in Rom erwartet, wenn sich Papst Benedikt XVI. von der Öffentlichkeit verabschiedet. Zum letzten grossen Auftritt des scheidenden Oberhaupts erwartet der Vatikan 50'000 Menschen auf dem Petersplatz.

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Arbeiter stellen ein Gerüst für die TV-Produktion in der Nähe des Petersplatzes auf. (Bild: Keystone)

Arbeiter stellen ein Gerüst für die TV-Produktion in der Nähe des Petersplatzes auf. (Bild: Keystone)

Rom. Gläubige aus aller Welt und Touristen strömen nach Rom, um bei der Audienz einen Tag vor dem Rücktritt Benedikts dabei zu sein. Sogar US-Aussenminister John Kerry hat sich angekündigt.

Rund um den Vatikan gelten am Mittwoch strenge Sicherheitsvorkehrungen. 600 zusätzliche Kräfte sind im Einsatz, darunter auch Scharfschützen auf den Dächern und Gebäuden rund um den Petersplatz.

Die üblichen persönlichen Begegnungen Benedikts mit Gläubigen nach der Audienz entfallen aus Sicherheitsgründen. Um den Ansturm zu bewältigen, wird in Rom der öffentliche Nahverkehr verstärkt. Hunderte freiwillige Helfer sind im Einsatz.

Es wird eine emotionale letzte Audienz erwartet, bevor am Donnerstag um 20 Uhr Benedikts Pontifikat endet. Am späten Nachmittag ist für ihn der Trubel rund um seine letzten Tage als Papst vorbei. Dann wird der 85-Jährige mit einem Helikopter zur päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo vor den Toren Roms fliegen.

«Emeritierter Papst» ist sein Titel

Auch danach will Benedikt der Kirche mit Gebet und Meditation weiter dienen. Er wird sich dann «Emeritierter Papst» oder «Römischer emeritierter Pontifex» nennen, wie am Dienstag bekannt wurde.

Papst Benedikt hatte am 11. Februar völlig überraschend seinen Rücktritt zum Ende des Monats angekündigt. Seine Kräfte liessen nach, sagte er zur Begründung.

Er ist der erste Papst seit Jahrhunderten, der sein Amt freiwillig aufgibt. Seitdem bekommt Benedikt Nachrichten und gute Wünsche aus aller Welt, auch von vielen Staatsoberhäuptern, berichtete Vatikan-Sprecher Federico Lombardi am Dienstag. (sda/dpa)