Russische Gericht verurteilt Wissenschaftler zu Haft im Straflager

Ein russisches Gericht hat einen Wissenschaftler wegen Hochverrats zu sieben Jahren Straflager verurteilt. Er solle geheime Verschlusssachen an ein der Nato nahestehendes Forschungszentrum weitergegeben haben, meldete die Agentur Interfax am Montag nach dem Richterspruch.

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Viktor Filinkov (r), Aktivist der linken Gruppe «Set» («Netzwerk»), gestikuliert bei der Urteilsverkündung hinter einer Glasscheibe. Ein russisches Militärgericht hat zwei linke Aktivisten wegen Mitgliedschaft in einem Terrornetzwerk zu fünfeinhalb und sieben Jahren Straflager verurteilt. Foto: David Frenkel/AP/dpa

Viktor Filinkov (r), Aktivist der linken Gruppe «Set» («Netzwerk»), gestikuliert bei der Urteilsverkündung hinter einer Glasscheibe. Ein russisches Militärgericht hat zwei linke Aktivisten wegen Mitgliedschaft in einem Terrornetzwerk zu fünfeinhalb und sieben Jahren Straflager verurteilt. Foto: David Frenkel/AP/dpa

Keystone/AP/David Frenkel

Dabei sei es um Angaben zum Bau neuer Waffen gegangen. Bei dem Prozess in Moskau war die Öffentlichkeit wegen geheimer Informationen nicht zugelassen worden. Deshalb seien auch zentrale Punkte der Anklage nicht öffentlich geworden, hiess es.

Der Physiker habe erklärt, schon seit mehr als 20 Jahren keinen Zugang mehr zu Verschlusssachen gehabt zu haben, sagten seine Verteidiger. Der Wissenschaftler hatte für ein auf Maschinenbau spezialisiertes Forschungsinstitut in Russland gearbeitet. Er wurde vor einem Jahr festgenommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.