Russland will Umsturz in Venezuela verhindern

Russland will nach eigenen Angaben alles unternehmen, um einen Sturz des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro zu verhindern.

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Sieht sich mit Druck aus Russland konfrontiert: Juan Guaido. (Bild: Natacha Pisarenko/Keystone, Buenos Aires, 1. März 2019)

Sieht sich mit Druck aus Russland konfrontiert: Juan Guaido. (Bild: Natacha Pisarenko/Keystone, Buenos Aires, 1. März 2019)

(sda/dpa) «Wir haben grosse Angst, dass die USA ein Blutvergiessen provozieren könnten, um einen Grund für einen Einmarsch in Venezuela zu finden», sagte die Vorsitzende des Föderationsrates in Moskau, Valentina Matwijenko, am Sonntag. «Aber wir werden alles tun, um dies zu verhindern.» Welche Schritte Moskau konkret unternehmen könnte, sagte Matwijenko der Agentur Interfax zufolge nicht.

Am Samstagabend hatte Aussenminister Sergej Lawrow Drohungen der USA gegen die Staatsführung in dem ölreichen Land erneut scharf kritisiert. Washington mische in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates ein, erklärte Lawrow nach einem Telefonat mit seinem US-Kollegen Mike Pompeo.

Aggressive Einflussnahme von aussen und selbst «unter dem scheinheiligen Vorwand, humanitäre Hilfe zu leisten», hätten mit dem demokratischen Prozess nichts zu tun.

In Venezuela tobt ein erbitterter Machtkampf zwischen der Regierung und der Opposition. Oppositionsführer Juan Guaidó wird von den USA, vielen lateinamerikanischen und europäischen Ländern unterstützt.

Präsident Maduro hingegen kann auf China, Russland und seine Verbündeten Kuba, Bolivien und Nicaragua zählen. Am Wochenende führte die Vizepräsidentin von Venezuela, Delcy Rodríguez, Gespräche in Moskau.