Präsidentensohn

«Saturday Night Live»-Autorin wegen Twitter-Attacke auf Barron Trump entlassen

«Saturday Night Live» zieht Trump seit Monaten durch den Kakao. Jetzt ging eine Autorin der Sketch-Show zu weit und griff via Twitter Barron Trump, den 10-jährigen Sohn des Präsidenten, an.

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Barron Trump bei der Amtseinführung seines Vaters. Im Internet wurde sein merkwürdiges Verhalten heiss diskutiert.

Barron Trump bei der Amtseinführung seines Vaters. Im Internet wurde sein merkwürdiges Verhalten heiss diskutiert.

EPA

Katie Rich, eine Drehbuchautorin der legendären amerikanischen Comedy-Show «Saturday Night Live» ist nach einer Twitter-Attacke auf den 10-jährigen Barron Trump entlassen worden, berichtet die New York Times. Rich tweetete am letzten Freitag während Trumps Amtseinführung, dass «Barron der erste heimunterrichtete Amokläufer des Landes sein wird.»

Screenshot Twitter

Die Comedy Show parodiert seit Monaten jedes Ereignis, das sich um Donald Trump dreht. Trotz mehrfacher Proteste seinerseits erfreut sich die Show grösster Beliebtheit bei der Bevölkerung.

Diese Zustimmung änderte sich nach Richs Tweet schlagartig. In einer Online-Petition forderten über 100'000 Menschen die Entlassung der Drehbuchautorin. Auch von prominenter Seite wurde Rich kritisiert. Chelsea King, die Tochter von Bill und Hillary Clinton, meldete sich auf Twitter zu Wort und verteidigte den kleinen Jungen mit den Worten: «Barron Trump verdient die Chance, die jedes Kind verdient – ein Kind zu sein.»

Rich reagierte auf die negative Reaktion, löschte den Tweet und entschuldigte sich öffentlich für ihr Verhalten. Das reichte nicht und der Sender CBS stellte die Autorin auf unbestimmte Zeit von ihrer Stelle frei.

Das merkwürdige Verhalten von Barron führt seit längerem zu Diskussionen. An verschiedenen Veranstaltungen wirkt der 10-jährige sichtlich abwesend und uninteressiert, so auch an Trumps Amtseinführung. Gerüchten zufolge soll Barron Trump an Autismus leiden. Dieser Umstand verstärkte die negative Reaktion auf Richs Tweet noch weiter. Überraschenderweise hat Donald Trump, der sonst nie zögert, noch nichts zu diesem Vorfall getwittert. (sem)