Ukraine
Schlacht um Slawjansk - mehrere Tote bei Gefechten

Zwischen den ukrainischen Truppen und prorussischen Separatisten ist eine Schlacht um die Stadt Slawjansk im Gang. Es hat bereits mehrere Tote gegeben.

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Eskalation in der Ukraine
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Pro-russische Einheiten fahren mit Panzern in Slovyansk ein.
Trauer um einen Abgeordneten in Odessa. Er starb bei Gefechten zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Demonstranten.
Trauer um Tote vor einer russischen Flagge in Odessa.
Ein Mann trägt ein Kreuz in Trauer um den erschossenen Abgeordneten Vyacheslav Markin aus Odessa.
Menschen vor dem Gewerkschaftsgebäude in Odessa., wo über 40 bei Unruhen starben.
Verzweifelte Menschen in Odessa: Der Konflikt in der Ukraine fordert immer mehr Tote.
Trauer in Odessa: Der pro-russische Abgeordnete Vyacheslav Markin starb bei Unruhen.

Eskalation in der Ukraine

Keystone

Bei neuen Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten nahe der östlichen Stadt Slawjansk sind am Montag mehrere Menschen getötet worden. Das sagte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow.

Ob die Todesopfer aus den Reihen der Regierungstruppen oder der Separatisten kommen, blieb zunächst offen. Awakow schätzte, dass etwa 800 bewaffnete Separatisten die Stellungen in Slawjansk hielten.

"Sie setzen schwere Waffen ein, schiessen mit grosskalibrigen Waffen, benutzen Granatwerfer und sonstige Technik", sagte der Minister bei einem Kontrollpunkt der Armee rund sechs Kilometer vom Schauplatz der Gefechte entfernt.

Die neuen Kämpfe begannen etwa zwei Stunden zuvor, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Am Vortag hatten die ukrainischen Streitkräfte die Belagerung der von Milizen gehaltenen Stadt Slawjansk verstärkt.

Übergangspräsident Oleksander Turtschinow hatte am Morgen im Fernsehen gesagt, gegen sein Land werde "ein Krieg geführt und wir müssen bereit sein, diese Aggression abzuwehren".
Russische Vorwürfe

Das russische Aussenministerium seinerseits prangerte in einem Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen der Anhänger der prowestlichen Regierung in der Ukraine an. Diese würden Gegner mit "Repressionen, physischer Gewalt und offenem Banditentum" einschüchtern, heisst es.

Zudem seien in der Ukraine Ultranationalismus, Extremismus und Neonazismus auf dem Vormarsch. Das "Weissbuch" des Ministeriums sei Präsident Wladimir Putin überreicht worden, teilte der Kreml am Montag mit

Chefdiplomat Sergej Lawrow rief vor einem Aussenministertreffen des Europarats an diesem Dienstag in Wien dazu auf, das Gremium müsse bei der Umsetzung einer tiefgreifenden Verfassungsreform in der Ukraine helfen. Zudem müsse der Europarat Menschenrechtsverletzungen in der früheren Sowjetrepublik im Zuge des Machtwechsels genau untersuchen.