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SCHWEDEN: Festgenommener in Stockholm unter Terrorverdacht

Nach dem Lastwagen-Angriff in Stockholm ist am frühen Samstagmorgen ein Mann wegen des Verdachts eines «Terroraktes» in Gewahrsam genommen worden. Es handle sich um den am Freitagabend in Märsta im Norden der schwedischen Hauptstadt Festgenommenen.
Blick auf den Ort des Anschlags in der Stockholmer Innenstadt. Der Attentäter war mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und dann in ein Warenhaus gerast. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. (Bild: Keystone/EPA TT NEWS AGENCY/JONAS EKSTROMER)

Blick auf den Ort des Anschlags in der Stockholmer Innenstadt. Der Attentäter war mit einem Lastwagen in eine Menschenmenge und dann in ein Warenhaus gerast. Dabei kamen vier Menschen ums Leben. (Bild: Keystone/EPA TT NEWS AGENCY/JONAS EKSTROMER)

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, bei der verhafteten Person bestehe der stärkstmögliche Verdacht einer terroristischen Straftat. Das Rechtssystem in Schweden kennt unterschiedliche Abstufungen bei Verdachtsmomenten. Bis Dienstagmittag haben die Ermittler nun Zeit, ihn zu verhören. Spätestens um 12 Uhr muss dann ein Haftrichter entscheiden, ob der Verdächtige in Haft kommt.

Der Zeitung "Aftonbladet" zufolge handelt es sich um einen 39-jährigen Usbeken, der ein Sympathisant der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sei.

Im Zentrum von Stockholm war am Nachmittag ein Angreifer mit einem gestohlenen Lastwagen durch eine Einkaufsstrasse gerast und hatte vier Menschen getötet, 15 weitere wurden verletzt, darunter auch Kinder.

Grenzkontrollen verschärft

Die schwedischen Behörden sind nach dem Anschlag in Alarmbereitschaft. Zehn Tage lang sollen alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden, sagte Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven. Innenminister Anders Ygeman sagte dem schwedischen Rundfunk, die Kontrollen könnten um weitere 20 Tage verlängert werden. «Das ist natürlich wichtig, um einen Täter oder eventuelle Helfer daran zu hindern, das Land zu verlassen und sich einer Festnahme der Polizei zu entziehen.»

Nach der Attacke demonstrierte Ministerpräsident Löfven Entschlossenheit. «Die Terroristen wollen, dass wir Angst haben, sie wollen unser Verhalten verändern, wollen, dass wir unser Leben nicht mehr normal leben, aber das werden wir nicht tun», sagte Löfven. «Die Terroristen können Schweden niemals besiegen, niemals.»

Der Lastwagen wurde mittlerweile abgeschleppt. Fernsehbilder zeigten, dass auf der rechten Hinterseite Farbe abgeschabt war. Das Fahrzeug der Brauerei Spendrups war am Freitagnachmittag gekapert worden. Der Täter raste damit in eine Einkaufsstrasse und in ein Einkaufszentrum.

Fahrer unter Schock

Die Brauerei erklärte in einem Statement auf ihrer Internetseite: «Unser Fahrer versuchte, das Fahrzeug zu stoppen, indem er sich davor stellte - aber musste zur Seite springen, um nicht überfahren zu werden.» Der Mann sei leicht verletzt und stehe unter Schock.

Die schwedische Polizei geht nach eigenen Angaben von einem Terroranschlag aus. Sie will vorerst aber keine neuen Informationen veröffentlichen. Dies sei frühestens für Samstagmorgen wieder geplant, twitterte die Polizei in der Nacht. Ministerpräsident Löfven erklärte bereits kurz nach der Tat, alles deute auf einen Terroranschlag hin.

Neben der Schweiz und anderen Ländern verurteilten auch die UNO und die USA den mutmasslichen Terroranschlag scharf. Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Mark Toner, sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Die USA stünden bereit, der schwedischen Regierung Hilfe bei den Ermittlungen anzubieten. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres sagte: «Wir hoffen, dass die Verantwortlichen dieser Attacke schnell zur Rechenschaft gezogen werden.»

sda

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