Lehrermangel

Schweiz kein Einzelfall: Weltweit fehlen 1,6 Millionen Lehrer

Der Schweiz droht in den kommenden Jahren ein akuter Lehrermangel. Doch das ist kein Schweizer Phänomen. Laut UNESCO fehlen weltweit rund 1,6 Millionen Lehrer. In mehr als jedem zweiten Land mangelt es an Lehrkräften.

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Nicht nur die Schweiz kämpft gegen Lehrermangel (Symbolbild)

Nicht nur die Schweiz kämpft gegen Lehrermangel (Symbolbild)

Keystone

Für eine allgemeine Grundschulausbildung fehlen nach Berechnung der UNESCO weltweit rund 1,6 Millionen Lehrerinnen und Lehrer. Dieses Defizit könnte nach Angaben der UNO-Bildungsorganisation bis 2030 auf 3,3 Millionen Lehrer steigen.

Mit der Statistik wies die UNESCO am Donnerstag in Paris auf den Weltlehrertag an diesem Samstag hin. Danach gibt es mit 58 Prozent in mehr als jedem zweiten Land der Erde eine Lehrermangel.

Weltlehrertag

Am Samstag, 5. Oktober, ist Weltlehrertag. Dieser wird seit 1994 jährlich in Erinnerung an die UNESCO-Charta zum Status der Lehrerinnen und Lehrer von 1964 gefeiert.

Problemzone Afrika

Das Problem betrifft laut UNESCO global alle Regionen, ist aber besonders ausgeprägt etwa in Afrika südlich der Sahara. Dort müssten bis 2030 nicht nur 2,1 Millionen zusätzliche Lehrer eingestellt, sondern auch 2,6 Millionen Posten wiederbesetzt werden.

Hinzu kommt, dass die Zahl der Schüler, welche die Sekundarstufe besuchen, weltweit wächst. 2011 waren es 82 Prozent, das sind 10 Prozent mehr als noch 1999. Dafür werden zusätzliche Lehrerstellen benötigt.

Internationale Bemühungen

Während in der Schweiz einige Kantone versuchen, die Lücke mit Quereinsteigern zu füllen, treiben auch andere Länder die Lehrerausbildung voran. Laut UNESCO-Prognose sollten daher 80 Prozent der Länder, in denen Lehrermangel herrscht, bis 2030 die nötigen Stellen schaffen und besetzen können. (sda/cze)