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Schweizer Einladung an Ivanka Trump

Renzo Ruf, Washington

Washington Johann Schneider-Ammann war gut vorbereitet, als er gestern in Washington die älteste Tochter von Präsident Donald Trump traf. Und diese Vorarbeit zahlte sich aus, wie der Schweizer Wirtschaftsminister anschliessend vor der Presse sagte. Denn Ivanka Trump, die als hochrangige Beraterin im Weissen Haus arbeitet und sich auf wirtschaftspolitische Fragen spezialisiert hat, war ebenfalls «gut vorbereitet» und machte einen höchst positiven Eindruck auf den Bundesrat. Dies sei ein Kompliment, fügte Schneider-Ammann an und gab dann ein wenig Einblick in die Konversation, die er mit Trump gehabt hatte. So habe die Präsidentenberaterin Fragen zur Schweizer Berufsmatura gestellt und Auskunft über das Anforderungsprofil für die Lehrabschlussprüfung erhalten wollen. Schneider-Ammann wiederum hielt eine Lobrede auf das duale Bildungssystem Schweizer Prägung und auf die Tatsache, dass die Lehre in der Schweiz ein gewisses Sozialprestige besitze. Auch lud er Trump, die sich im Frühjahr bereits in Deutschland über das duale Bildungssystem kundig gemacht hatte, explizit in die Schweiz ein. «Ich habe ihr gesagt, sie müsse sich nun auch unser System anschauen», sagte Schneider-Ammann.

Der Wirtschaftsminister wollte auf Nachfrage zwar nicht verraten, ob Ivanka Trump die Einladung angenommen hatte. Er verwies aber darauf, dass die offizielle Schweiz ein massgeschneidertes Programm für Gäste aus Washington ausarbeite – und in der amerikanischen Hauptstadt ist hinlänglich bekannt, dass Ivanka Trump und ihr Gatte Jared Kushner, der ebenfalls im Weissen Haus als Berater arbeitet, sehr gerne Ski fahren.

«Neue Beziehungen zur neuen Regierung aufbauen»

Auch seine übrigen Gesprächspartner, die er am Montag und am Dienstag in Washington getroffen hatte, möchte Schneider-Ammann bald in der Schweiz begrüssen. Er habe Wirtschaftsminister Wilbur Ross, Betsy DeVos (Bildung) und Alexander Acosta (Arbeit) eine entsprechende Reise schmackhaft gemacht und hoffe, dass die Einladungen angenommen würden. «Wir wollen neue Beziehungen zur neuen Regierung aufbauen», sagte der Bundesrat, der als erstes Schweizer Regierungsmitglied in Washington von Mitgliedern der Regierung Trump zu formellen Arbeitsgesprächen empfangen wurde. Schneider-Ammann sagte, er habe in seinen Gesprächen mit den drei Ministern und der Präsidentenberaterin deutlich gemacht, dass die «kleine Schweiz» ein wichtiger Handelspartner der grossen USA sei – so verdankten 500 000 Amerikanerinnen und Amerikaner ihren Job einem Unternehmen mit Wurzeln in der Schweiz.

Renzo Ruf, Washington

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