Interview
Schweizer Farmer in Simbabwe: «Alles ist besser als Mugabe»

Heinrich von Pezold, einer der letzten weissen Farmer, hofft auf eine Renaissance des Landes. Er glaubt aber auch, dass «die nächsten Monate und Jahre sicher ruckelig werden».

Philipp Hedemann
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Heinrich von Pezold hat einen Schweizer, einen deutschen und einen österreichischen Pass.

Heinrich von Pezold hat einen Schweizer, einen deutschen und einen österreichischen Pass.

Philipp Hedemann

Als Robert Mugabe 1999 begann, weisse Farmer illegal zu enteignen, war Heinrich von Pezold einer der ersten, die von den Schergen des Diktators überfallen und mit dem Tod bedroht wurden. Doch der Sohn habsburgischer Landadliger mit Schweizer, deutschem und österreichischem Pass liess sich nicht einschüchtern. Heute ist er einer der letzten weissen Farmer in dem vom greisen Gewaltherrscher heruntergewirtschafteten Land. Auf seinem 20'000 Hektaren grossen Land, anderthalb Autostunden nördlich der Hauptstadt Harare, baut der 45-Jährige mit 2000 Angestellten Tabak, Gemüse, Soja, Weizen und Zitrusfrüchte an und züchtet Rinder.

Herr von Pezold, wie ist die Stimmung in Simbabwe?

Heinrich von Pezold: Euphorisch! Vergleichbar mit der Stimmung in der DDR nach dem Fall der Mauer. Und zwar über alle Grenzen hinweg. Egal, ob schwarz oder weiss, Parteimitglied oder nicht, arm oder reich – alle freuen sich, dass Mugabe endgültig der Geschichte anzugehören scheint. Nur Mugabe selbst, seine Frau Grace, seine Familie und jene Bonzen, die bislang direkt an den Trögen sassen, sind natürlich nicht glücklich über die jüngsten Entwicklungen.

Arbeiterin bei der Tabakernte auf einem Feld der von Heinrich von Pezold geführten Farm in Simbabwe. Philipp Hedemann

Arbeiterin bei der Tabakernte auf einem Feld der von Heinrich von Pezold geführten Farm in Simbabwe. Philipp Hedemann

Bislang verläuft der Machtwechsel weitestgehend friedlich. Wird das so bleiben?

Das hoffe und denke ich. Es hat sich gezeigt, dass die Polizei, die in Teilen bis zuletzt zu Mugabe hielt, der Armee unterlegen ist. Die Armee war bis zum Putsch verhasst, doch jetzt ist sie zum Sympathieträger avanciert. Sie wird diesen Status nicht verspielen wollen und ist deshalb nicht an einer Eskalation interessiert.

Mugabe ist zurückgetreten

Nach 37 Jahren an der Macht ist Simbabwes Staatschef Robert Mugabe zurückgetreten. Parlamentspräsident Jacob Mudenda verlas am Dienstag vor den Abgeordneten des Landes das Rücktrittsschreiben Mugabes. Das Parlament in Simbabwe hatte zuvor am Dienstag seine Beratungen über die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahren gegen Mugabe aufgenommen. Der von ihm gefeuerte Vizepräsident Emmerson Mnangagwa, der als Wunschnachfolger der Armee im Präsidentenamt gilt, hatte Mugabe am Dienstag aufgefordert, die öffentliche Meinung zu respektieren und auf sein Amt zu verzichten. (sda)

Hatten Sie mit dem Putsch gerechnet?

Nein. Ausser für die wenigen Eingeweihten kam das für alle Menschen in Simbabwe absolut überraschend.

Warum wurde Mugabe ausgerechnet jetzt entmachtet?

Das hat drei Gründe. Erstens: Die Wirtschaft ist am Boden, das Land steht kurz vor dem Kollaps. Zweitens: Vizepräsident Emmerson Mnangagwa, der lange als Nachfolger Mugabes galt, hat nicht akzeptiert, dass er von Mugabe entlassen wurde, um Platz für seine Frau Grace zu machen. Und drittens: Mugabe ist 93 Jahre alt und geistig nicht mehr in der Lage, das Land zu führen.

Am 20. November 2017 spricht Mugabe am Fernsehen eine Rede zur Nation. Eigentlich war erwartet worden, dass er seinen Rücktritt verkündet. Das unterlässt er aber, obwohl er von seiner Partei Zanu-PF als Vorsitzender abgesetzt und seine Frau aus der Partei ausgeschlossen wurde. Einen Tag später tritt er dann doch noch zurück. Damit endet eine 37 Jahre lange Ära.
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Robert Mugabe (Mitte) 1976 mit anderen Vertretern der Patriotischen Front an der Rhodesien-Konferenz in Genf: Mugabe nahm an Verhandlungen mit dem rhodesischen Ministerpräsidenten Ian Smith zum sogenannten Kissinger-Paket teil.
Mugabe war Anführer im Unabhängigkeitskampf. Simbabwe war eine britische Kolonie. (Bild von 1979)
Robert Mugabe kommt 1980 mit der Unabhängigkeit von Simbabwe, dem ehemaligen Rhodesien, an die Macht. Mugabe während des Wahlkampfs 1980.
Mugabe gilt in den 80ern als Hoffnungsträger Afrikas.
Simbabwe ist reich an Bodenschätzen und gilt wegen seiner produktiven Landwirtschaft (mit 5000 weissen Farmern) als Brotkorb von Afrika.
Mugabe trifft sich 1995 US-Präsident Bill Clinton.
Doch Mugabe füllt seine eigenen Taschen und die seiner Anhänger. Er wird zum Despoten, lässt 1999/2000 zirka 4500 weissen Farmer enteignen. Seine Anhänger übernehmen die Farmen, haben aber nicht das nötige Landwirtschafts-Know-How. Das Bild zeigt Mugabe mit seiner zweiten Frau Grace Mugabe, seiner ehemaligen Sekretärin. Er hatte mir ihr bereits eine Affäre, als seine erste Frau an Krebs erkrankt war und starb.
Ein Wahlkampf-Poster von 2008: Unschwer zu erraten, dass es sich nicht um demokratische Wahlen handelte.
2011: Mugabe trifft Fifa-Präsident Sepp-Blatter, der in Simababwe auf Besuch ist.
Mugabe wirtschaftet Simbabwe zu Grunde. Negativer Höhepunkt ist die Hyperinflation 2009, in deren Folge Simbabwe die eigene Währung abschafft und den US-Dollar zur offiziellen Währung macht.
Der stürzende Mugabe - ein Bild mit Symolkraft. Aufgenommenwurde es im Februar 2015 beim Treffen der Afrikanischen Union in Äthiopien.
Mugabe feierte grosse Geburtstagspartys. Sie sollen Millionen gekostet haben. Beim Volk kam das nicht gut an - kein Wunder bei Armut und 90 Prozent Arbeitslosigkeit. Millionen Simbabwer flüchteten in der Not nach Südamerika. Dort sind sie als Arbeitskräfte, etwa im Gastgewerbe, kaum wegzudenken.
Mugabe (93) machte mit seinen Auftritten in den letzten Jahren Negativschlagzeilen: Er schlief an offiziellen Anlässen immer wieder ein.
Mugabe und seine zweite Ehefrau Grace. Wegen ihrer Prunk- und Shoppingsucht erhielt sie den Übername Grace "Gucci" Mugabe.
Mugabe und sein ehemaliger Vizepräsident Emmerson Mnangagwe im 2016. Eine Woche vor dem Militärputsch feuerte Mugabe seinen Vertrauten. Mnangagwe war jahrelang der Mann fürs Grobe an der Seite von Mugabe. Er gilt als reichster Mann Simbabwes und trägt den Übernamen "Krokodil" - weil er im richtigen Moment schnell zuschlägt.
Mugabe wollte seine Frau Grace zur neuen Vizepräsidentin machen. Das war einer der Gründe für den Militärputsch. Den Grace Mugabe geniesst beim Militär, anders als Mnangagwe, kein Ansehen. Sie ist auch bei der Bevölkerung unbeliebt.
Am 16. November 2017 kommt es in Simbabwe zum Miltär-Putsch: Das Militär nimmt Vertraute von Mugabe fest und setzt ihn unter Hausarrest.
Die Zeitungen in Simbabwe feiern den Putsch.
Die Militärführung will Mugabe dazu bringen, freiwillig zurückzutreten. Doch der weigert sich. Immerhin darf er an einer Zeremonie der Freien Universität nahe Harare teilnehmen - so wie das schon lange zuvor vorgesehen war.
Am 21. November gehen wieder Tausende auf die Strassen. Hier fordern sie vor dem Parlamentsgebäude in Harare die Absetzung von Mugabe. Im Parlament wird das Amtsenthebungsverfahren gestartet.
Robert Mugabe

Am 20. November 2017 spricht Mugabe am Fernsehen eine Rede zur Nation. Eigentlich war erwartet worden, dass er seinen Rücktritt verkündet. Das unterlässt er aber, obwohl er von seiner Partei Zanu-PF als Vorsitzender abgesetzt und seine Frau aus der Partei ausgeschlossen wurde. Einen Tag später tritt er dann doch noch zurück. Damit endet eine 37 Jahre lange Ära.

THE HERALD HANDOUT

Was kriegt Mugabe überhaupt noch mit?

Nicht mehr allzu viel, fürchte ich. Ich habe unlängst einen simbabwischen Minister getroffen. Er sagte mir, dass Mugabe nur noch Informationen verarbeiten kann, die in Schriftgrösse 16 auf einen DIN-A5-Zettel passen. Das sind nur wenige Worte. Ausserdem schläft er bis zu 20 Stunden am Tag.

Und dieser Greis hatte bis vor kurzem die Macht über das ganze Land?

Nein, schon lange nicht mehr. In den letzten Jahren war Mugabe wie der Kaiser von China. De facto hat er kaum noch etwas selber entschieden, aber die Clique um ihn herum hat ihn glauben lassen, dass er die uneingeschränkte Macht habe.

Jetzt ist Emmerson Mnangagwa, der wegen seiner Brutalität auch «Das Krokodil» genannt wird, der neue, alte starke Mann in Simbabwe. Ist das gut für das Land?

Ich denke, alles ist besser als Mugabe. Mnangagwa ist schlau. Aber mit der Absetzung Mugabes handelte er zusammen mit dem Militär nicht aus persönlicher Überzeugung, sondern sogar gegen seine politischen Instinkte. Er gehörte bis vor Kurzem zu Mugabes innerem Macht-Zirkel – und das seit den Achtzigerjahren. Er war der Mann fürs Grobe, der auch vor Gräueltaten nicht zurückschreckte. Aber jetzt hat er offenbar erkannt, dass Mugabe zu weit gegangen ist. Mnangagwa zog quasi die Notbremse. Er wollte immer schon an die Macht. Jetzt ist er dort angekommen. Ich hoffe, er nutzt sie nicht nur zu seinem persönlichen Vorteil, sondern zum Wohl des Landes und seiner Bewohner.

Jubel in Harare.
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Jubel in Harare.
Jubel in Harare.
Jubel in Harare.
Jubel in Harare.
Die Menschen in der Stadt Bulawayo feiern.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern in Johannesburg (Südafrika) den Rücktritt von Mugabe. Zu Millionen sind Simbabwer ins Nachbarland ausgewandert, wegen der wirtschaftlichen Not in Simbabwe.
Simbabwer feiern in Johannesburg (Südafrika) den Rücktritt von Mugabe. Zu Millionen sind Simbabwer ins Nachbarland ausgewandert, wegen der wirtschaftlichen Not in Simbabwe.
Simbabwer feiern im Zentrum von Harare den Rücktritt ihres langjährigen Präsidenten Robert Mugabe (93).
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.
Simbabwer feiern vor dem Parlamentsgebäude in Harare, der Hauptstadt von Simbabwe.

Jubel in Harare.

Ben Curtis

Richtet sich der Putsch nicht auch ebenso gegen Mugabes Ehefrau Grace, die wegen ihres ausschweifenden Lebensstils auch «Gucci-Grace» genannt wird?

Absolut. Für sie empfindet die Bevölkerung nicht nur wegen ihrer Prunksucht nichts als tiefste Verachtung. In Simbabwe spielen Bildung und Bildungsabschlüsse eine nicht zu überschätzende Rolle. Dass der alte Mugabe seiner über 40 Jahre jüngeren ehemaligen Sekretärin nach nur wenigen Wochen «Forschung» einen Doktortitel verliehen hat, hat die Bevölkerung den beiden nicht verziehen. Als First Lady war Grace Mugabe noch irgendwie erträglich. Aber die Vorstellung, dass sie Regierungschefin wird, war für die Bevölkerung unerträglich. Und das hat nichts mit Chauvinismus zu tun. Wäre Mugabe noch halbwegs zurechnungsfähig und nicht völlig abgehoben, hätte er sie niemals als seine Nachfolgerin aufgebaut.

Wie geht es jetzt für Mugabe und seine Familie weiter?

Es ist nicht ausgeschlossen, dass er sich für seine Verbrechen in Simbabwe wird verantworten müssen. Vielleicht wird er jedoch versuchen, sich dem zu entziehen, indem er sich mit seiner Familie ins Ausland absetzt.

Wohin?

Möglichst weit weg. In der Region wird er nicht bleiben können. Möglicherweise geht die Familie nach Malaysia. Mugabe hat dort grosse Reichtümer. Allerdings müssten wohl vor allem seine Söhne dort ihren Lebensstil ändern. Sich mit Huren und Drogen die Zeit zu vertreiben, wird dort nicht akzeptiert werden.

Welche Aufgabe hat die Internationale Gemeinschaft jetzt?

Sie kann eine entscheidende Rolle spielen. Mugabes Steinzeitfeudalismus war eine Katastrophe für die Wirtschaft, die er nie verstanden hat. Das Land ist dringend auf internationale Investitionen, Kredite und Entwicklungszusammenarbeit angewiesen. Als Voraussetzung für die Unterstützung muss die Staatengemeinschaft Rechtsstaatlichkeit, eine unabhängige Justiz und eine vernünftige Wirtschaftspolitik einfordern.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe, hier mit Ehefrau Grace, wurde gestürzt.
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Das Militär setzte den 93-jährigen Staatschef unter Hausarrest.
Constantine Chiwenga, der Chef der Armee im Hauptquartier in Harare.
Präsident Robert Mugabe (93) war seit 1980 an der Macht. Am 21. November 2017 schliesslich tritt er zurück, nach 37 Jahren an der Macht.
Schlagzeilen der Zeitungen in Simbabwe nach dem Putsch des Militärs, das diesen nicht so nennen will.
Erst eine Woche vor dem Putsch hat Mugabe (rechts) seinen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa gefeuert. Dieser gilt nebst Mugabes Ehefrau Grace Mugabe als aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge.
Emmerson Mnangagwa aber war am Putsch im Hintergrund wohl beteiligt. Er hat beste Beziehungen zum Militär, war jahrelang der Mann für das Grobe an Mugabes Seite.
Mnangagwa, hier rechts von Mugabe, erhielt den Übernamen "Das Krokodil", weil er so schnell zuschlägt.
Simbabwes First Lady Grace Mugabe. Wegen ihrer Prunksucht erhielt sie von der Bevölkerung den Zunamen Grace "Gucci" Mugabe. Das Militär will verhindern, dass sie auf ihren Mann als Präsidentin folgt.
Robert Mugabe wollte seine Ehefrau Grace zur Vizepräsidentin machen. Stirbt der Präsident, übernimmt der Vizepräsident vorderhand die Geschäfte.
Morgan Tsvangirai, Anführer der Opposition, spricht am Tag nach dem Putsch mit der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Er sagte, Mugabe müsse zurücktreten, und forderte Neuwahlen.
Die ehemalige Vizepräsidentin Joice Mujuru. Sie wurde 2014 von Mugabe gefeuert. Es wird vermutet, dass Grace Mugabe schon damals eine Konkurrentin aus dem Weg räumen wollte.

Simbabwes Präsident Robert Mugabe, hier mit Ehefrau Grace, wurde gestürzt.

Tsvangirayi Mukwazhi

Wie sehen Sie Simbabwes Zukunft?

Ich bin vorsichtig optimistisch, dass Simbabwe, das in den letzten Jahrzehnten von einer wahnsinnigen Regierung zugrunde gewirtschaftet wurde, jetzt endlich sein volles Potenzial entfalten kann. Die im afrikanischen Vergleich sehr gut ausgebildete Bevölkerung und die naturgeografischen Gegebenheiten bieten dafür sehr gute Voraussetzungen.

Welche Auswirkungen hat der Putsch für Sie und Ihre Familie?

Es ist der Tag, auf den wir seit mindestens 20 Jahren sehnsüchtig gewartet haben. Der Grund, warum wir uns trotz aller Probleme und Anfeindungen entschieden haben, in Simbabwe zu bleiben, war ja nicht die Gegenwart, sondern die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Ob diese Aufbruchszeit wirklich die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen wird, wird jedoch erst die Zukunft zeigen. Umbrüche sind ja immer auch mit einer erhöhten Unsicherheit verbunden. Die nächsten Monate und Jahre werden sicher ruckelig werden.

Werden jetzt weisse Farmer, die von Mugabe vertrieben wurden, nach Simbabwe zurückkehren?

Mugabe hat in den letzten Jahrzehnten versucht, eine rassistische Gesellschaft zu schaffen, in der alle Weissen die Bösewichte sind. Damit ist er zum Glück kläglich gescheitert, die Bevölkerung hat das nicht mitgetragen. Ich denke, dass ich als Weisser in der Nach-Mugabe-Ära dennoch auf noch weniger Ressentiments stossen werde. Aber natürlich soll und kann jetzt auch nicht einfach die Uhr zurückgedreht und der Status quo ante wiederhergestellt werden.