Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Schweizer Föderalismus als Vorbild

Programm Von der schweizerisch-albanischen Entwicklungszusammenarbeit profitieren auch albanische Gemeinden. Beim Decentralisation and local development programm (DLDP) geht es um die Dezentralisierung und die Stärkung der lokalen Verwaltungen. Das Budget beträgt zwischen 2014 und 2018 gut 9,6 Millionen Franken.

Im Jahr 2014 gab es in Albanien eine grosse Territorialreform. Die Gemeinden wurden neu aufgeteilt und die Zahl damit von über 300 auf gut 60 reduziert. Der Schweizer Botschafter in Albanien, Christoph Graf, sagt dazu: «Dank der föderalistischen Tradition der Schweiz konnten wir bei der Dezentralisierung von Kompetenzen und Aufgaben konkrete Unterstützung leisten.»

Beteiligt am Programm ist auch Stefan Pfäffli, Dozent am Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern – Wirtschaft. Für ihn grenzt die erfolgreiche Umsetzung der Reform «fast an ein Wunder». Er erklärt: «Vor zehn Jahren hat man noch diskutiert, ob entlegene albanische Gebirgsgegenden nicht einfach sich selbst überlassen werden sollen.» Die Reform wurde in gerade mal einem Jahr umgesetzt. Albanien sei ein typisches Transformationsland. Man sei ungeduldig, wenn es um Reformen geht. «Die Regierung will keine Zeit verlieren, weil sie nicht weiss, wie lange sie an der Macht ist», sagt Pfäffli. Entschieden wurde die Reform im Parlament. «Direktdemokratische Mittel gibt es nicht.» Das Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, an dem auch Helvetas beteiligt ist, hat Albanien unterstützt, die Gebiete zu fusionieren, welche «wirtschaftlich und kulturell zusammengehören».

Mit der Umsetzung der Territorialreform ist das Programm nicht abgeschlossen. Nun liegt der Fokus auf soliden Gemeindefinanzen sowie guten Dienstleistungen für die Bürger. Vor zwei Jahren hat ein Viertel der albanischen Gemeindepräsidenten die Schweiz besucht und einen Einblick in die Arbeitsweise der hiesigen Verwaltungen erhalten. Das Projekt unterstützt die neu entstandenen albanischen Gemeinden, «sich strategisch auszurichten und Steuergelder wirkungsvoll einzusetzen». Auch die Mitwirkung der Bevölkerung soll durch mehr Transparenz erhöht werden. Denn Korruption stellt laut Pfäffli nach wie vor ein Problem für Politik und Verwaltung dar. (rt)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.