Schweizer Gemeinschaftszentrum für Flüchtlinge auf Lesbos brennt ab

Am Samstagabend ist das Gemeinschaftszentrum «One Happy Family» auf Lesbos abgebrannt. Sie den Flüchtlichen als Treffpunkt. 

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Die Lage auf Lesbos ist angespannt, in den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Gewalttaten von rechten Gruppierungen

Die Lage auf Lesbos ist angespannt, in den vergangenen Wochen kam es immer wieder zu Gewalttaten von rechten Gruppierungen

Archivbild: Panagiotis Balaskas / AP

(dpa) Im Gemeinschaftszentrum «One Happy Family» auf Lesbos ist am Samstagabend ein Feuer ausgebrochen. Wie die Betreiber des Zentrums am Abend über Facebook mitteilten, wurde der Brand von der Feuerwehr gelöscht. Verletzt worden sei niemand, aber viele Gebäude seien zerstört. Das Zentrum liegt unweit der Flüchtlingsunterkunft Kara Tepe, wo rund 1500 Flüchtlinge und Migranten leben, darunter viele Kinder und Familien. Die Anlage von One Happy Family diente den Flüchtlingen als Treffpunkt. Die Brandursache stand am Abend noch nicht fest.

Nach Angaben des Vereins, der seinen Sitz im Schweizer Burgdorf hat, nutzten täglich Hunderte Menschen die Angebote von One Happy Family, darunter Schulunterricht, einen Friseur, ein Café und eine Bibliothek. Nun sei das Schulgebäude vollständig abgebrannt, ebenso wie die Büroräume und weitere Gebäude. Der Schaden sei gross, hiess es.

In den vergangenen Wochen kam es auf Lesbos immer wieder zu Gewalttaten von rechten Gruppierungen, auch Feuer wurden gelegt. Unter anderem brannte eine Erstaufnahmestelle des UN-Flüchtlingshilfswerks im Norden der Insel ab, das allerdings zu dem Zeitpunkt geschlossen war.