Bahnunfall
Schweres Zugunglück in Deutschland – fast 50 Verletzte

Bei einem Zugunglück in Meerbusch bei Düsseldorf sind am Dienstagabend fast 50 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Deutschen Bahn war ein Zug der Regional-Express-Linie 7 auf einen stehenden Güterzug von DB Cargo aufgefahren.

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Zugunglück Meerbusch
19 Bilder
Fast 50 Menschen wurden verletzt.
Ein Personenzug krachte in einen stehenden Güterzug.
Die Bergung gestaltete sich zunächst schwierig.
Die Fahrgäste waren im Zug eingeschlossen.
Die Unfallstelle, fotografiert von der Feuerwehr.
Weitere Bilder von der Unfallstelle.

Zugunglück Meerbusch

SASCHA STEINBACH

Ein Feuerwehrsprecher sagte, es gebe 41 Leichtverletzte, weitere 3 Menschen seien mittelschwer und 3 schwer verletzt worden.

Warum der Güterzug, der auf dem Weg von Dillingen nach Rotterdam war, auf den Schienen stand, war zunächst nicht bekannt, wie eine Bahnsprecherin in Berlin sagte. Nach Angaben der Feuerwehr Meerbusch waren 155 Menschen im Zug.

Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs stärker, die weiteren Waggons entgleisten oder standen weitgehend unbeschädigt auf den Schienen.

Zahlreiche Feuerwehrleute bahnten sich den Weg zu dem verunglückten Zug, nachdem sie bereits Kontakt mit den Passagieren aufgenommen hatten. Deren Rettung war zunächst schwierig, weil durch die herabgerissenen Leitungen auch die Bahn unter Strom stand.

Nach zwei Stunden konnten allerdings die ersten Passagiere und auch der unter Schock stehende Lokführer den Unglückszug verlassen.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Sprecherin gegen 19.30 Uhr in Meerbusch-Osterath. Fahrgäste sprachen von einem "grossen Knall" und einer Vollbremsung. Der Regionalexpress wird vom privaten Bahnanbieter National Express betrieben. Ein Grossaufgebot von Bundespolizei, Feuerwehr und Polizei sei vor Ort, twitterte die Bundespolizei Nordrhein-Westfalen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel verfolgte die Lage am Abend, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden. Dank für den Einsatz der Rettungskräfte."